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Schweizerische Nationalbank

Verständnis der Swiss National Bank: Rolle, Struktur und Schlüsselfunktionen



Wichtige Erkenntnisse


  • Die Schweizerische Nationalbank gewährleistet die Preisstabilität in der Schweiz und reguliert die Geldpolitik.
  • Mit Hauptsitzen in Bern und Zürich sowie weiteren Niederlassungen nahm sie 1907 ihren Betrieb auf.
  • Die Bank überwacht die Währungsreserven und das Management der Geldmenge der Schweiz.
  • Die SNB ist eine Aktiengesellschaft, deren Aktien öffentlichen und privaten Anlegern zur Verfügung stehen.
  • Das Teilreservesystem der Schweiz erlaubt es Banken, mehr Kredite zu vergeben, als sie an Einlagen halten.


Was ist die Schweizerische Nationalbank (SNB)?


Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist die unabhängige Zentralbank der Schweiz, verantwortlich für die Geldpolitik, Preisstabilität und die Ausgabe des Schweizer Frankens. Sie verwaltet auch die Währungsreserven des Landes und unterstützt die Finanzstabilität. Sie arbeitet unter einer einzigartigen Aktiengesellschaftsstruktur, die von öffentlichen und privaten Investoren geteilt wird.



Die Rolle und Verantwortlichkeiten der Schweizerischen Nationalbank


Wie oben erwähnt, ist die Schweizerische Nationalbank die Zentralbank der Schweiz. Sie ist eine unabhängige Institution, die an die Schweizer Bundesverfassung gebunden ist und nach ihr handelt, um im besten wirtschaftlichen und finanziellen Interesse des Landes und seiner Bürger zu handeln. Das Hauptziel der Bank ist die Sicherstellung der Preisstabilität und die Überwachung der nationalen Wirtschaft, um Wachstum und Entwicklung zu ermöglichen.1

Die SNB ist auch zuständig für:

Umsetzung der Geldpolitik

Ausgabe und Erhaltung der Geldmenge des Landes, eine Verantwortung, die sie 1910 übernommen hat

Teilnahme am Swiss Interbank Clearing Zahlungssystem, das bargeldlose Zahlungstransaktionen ermöglicht

Verwaltung der Währungsreserven des Landes

Gewährleistung der Stabilität des Finanzsystems

Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden in der internationalen Währungszusammenarbeit2

Es gibt zwei Hauptsitze der SNB, die sich in Bern und Zürich befinden. Die Bank hat sechs weitere Repräsentanzen in Basel, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern und St. Gallen. Die SNB unterhält eine Zweigstelle in Singapur sowie weitere 13 Agenturen, die von staatlichen Einzelhandelsbanken betrieben werden.1

Der Bankrat ist für die Überwachung und Kontrolle der Geschäftstätigkeit der SNB zuständig. Der Rat besteht aus 11 Mitgliedern, die jeweils vierjährige Amtszeiten haben. Die Gesamtdauer der Amtszeiten darf 12 Jahre nicht überschreiten. Das Exekutiv- und Leitungsorgan der Bank wird als Direktorium bezeichnet. Dieses Gremium überwacht die Vermögensverwaltung, die Geldpolitik sowie die internationale Zusammenarbeit und Finanzstabilität im Land.3 Der Vorsitzende des Direktoriums ist Martin Schlegel, der 2024 ernannt wurde.4



Kurzinfo


Die Schweizerische Nationalbank wurde im Januar 1906 im Rahmen des Bundesgesetzes über die Schweizerische Nationalbank, auch Nationalbankgesetz genannt, gegründet. Sie nahm ihren Geschäftsbetrieb im darauffolgenden Jahr im Juni offiziell auf.56



Wichtige Fakten über die Schweizerische Nationalbank


Die Schweizerische Nationalbank ist eine Aktiengesellschaft. Als solche gibt sie Aktien an private und öffentliche Investoren aus. Es sind 100.000 Aktien registriert, jede mit einem Nennwert von CHF 250. Etwa die Hälfte der Aktien der SNB wird von den staatsnahen Banken und anderen öffentlichen Körperschaften des Landes gehalten. Der Rest der SNB-Aktien wird von privaten Aktionären auf dem in- und ausländischen Markt gehalten.7



Das Teilreserve-Bankensystem der Schweiz und das Referendum


Die Schweiz arbeitet mit einem Teilreservesystem. Dieses System wird national als Sovereign Money Initiative (Vollgeld-Initiative) bezeichnet. Banken müssen Mindestreserveanforderungen erfüllen, aber in dieser Art von System wird nur ein Bruchteil der Bankeinlagen von der Zentralbank garantiert.8

Als solche schaffen Banken im Wesentlichen Geld, indem sie mehr Bargeld verleihen, als sie tatsächlich in ihren Tresoren haben. Die SNB macht etwa 10% der Geldmenge des Landes aus, der Rest wird von Kreditgebern in Form von Krediten geschaffen.

Im Juni 2018 stimmte die Schweiz über ein Referendum (bekannt als Sovereign Money oder Vollgeld-Initiative) ab, um die Fähigkeit der Kreditgeber zu beenden, Kredite für mehr Gelder zu vergeben, als sie halten. Es gab Befürchtungen, dass ein Erfolg der Abstimmung eine Finanzpanik oder ein Brexit-ähnliches Ereignis auslösen würde. Andere befürchteten, dass die Annahme der Bank zu viel Macht in die Hände der Zentralbank legen würde. Das Referendum scheiterte; drei Viertel der Bevölkerung stimmten gegen Änderungen der aktuellen Politik.8

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