Selbstversicherung
Selbstversicherung erklärt: Vorteile, Risiken und Beispiele aus der Praxis
Was ist Selbstversicherung?
Selbstversicherung ist eine Finanzstrategie, bei der Sie persönliche Mittel zur Seite legen, um potenzielle Verluste zu decken, anstatt sich auf Versicherungsgesellschaften zu verlassen. Dieser Ansatz bedeutet, dass Sie Kosten für Ereignisse wie medizinische Behandlungen oder Sachschäden direkt aus eigener Tasche zahlen, ohne den Umweg über traditionelle Versicherungsansprüche gehen zu müssen. Menschen versichern sich oft selbst, ohne es zu merken, etwa wenn sie höhere Selbstbehalte wählen oder auf erweiterte Garantien verzichten. Während Selbstversicherung bei den Prämienkosten sparen kann, ist es entscheidend, die finanziellen Risiken unerwartet hoher Ausgaben abzuwägen.
Wichtige Erkenntnisse
- Selbstversicherung bedeutet, persönliche Mittel zur Seite zu legen, um potenzielle Verluste zu decken, anstatt sich auf eine Versicherungsgesellschaft zu verlassen.
- Sie kann bei geringen Ausgaben kosteneffektiv sein, birgt jedoch das Risiko finanzieller Belastungen im Falle unerwartet hoher Kosten.
- Menschen versichern sich oft selbst, indem sie höhere Selbstbehalte bei Versicherungspolicen wählen oder auf erweiterte Garantien verzichten.
- Selbstversicherung ist oft ungeeignet für sehr teure Risiken, es sei denn, die Person ist wohlhabend genug, um potenzielle Verluste abzufedern.
- Unternehmen können Selbstversicherung für Betriebliche Gesundheitsleistungen einsetzen, wobei sie das volle Risiko behalten, anstatt es auf einen Versicherer zu übertragen.
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Wie Selbstversicherung funktioniert
Versicherungen sollen vor finanziellen Verlusten schützen, die man sich nicht leisten kann; bei Verlusten, die man sich leisten kann, kann Selbstversicherung Geld sparen, da man keine Versicherungsprämien zahlt. Wenn Sie eine Selbstversicherung in Betracht ziehen, wägen Sie die Sicherheit der Ausgaben für Prämien gegen die Möglichkeit eines Verlustes ab, den Sie nicht durch eine Versicherung bezahlen lassen können.
Wahrscheinlich versichern Sie sich bereits für bestimmte Gegenstände selbst, ohne es zu merken. Wenn Sie Ihren Selbstbehalt bei einer Versicherungspolice wählen, versichern Sie sich im Grunde für die Höhe des Selbstbehalts. Sie wählen einen Risikobetrag, den Sie bereit sind, aus eigener Tasche zu zahlen, z. B. 1.000 $ oder 5.000 $. Ein weiterer Bereich, in dem Menschen häufig selbst versichern, ist der Verzicht auf erweiterte Garantien. Obwohl eine Garantie technisch gesehen keine Versicherung ist, ähnelt sie ihr doch, da sie die Kosten eines nachteiligen Ereignisses deckt. Da sich die meisten Menschen jedoch leisten können, Gegenstände wie Fernseher und Computer zu ersetzen oder reparieren zu lassen, verzichten sie auf erweiterte Garantien und versichern sich stattdessen selbst.
Wichtige Faktoren bei der Selbstversicherung
Bei sehr teuren Risiken ist Selbstversicherung nur sinnvoll, wenn Sie wohlhabend sind. Zum Beispiel entscheiden sich nur wenige Menschen dafür, ihr Haus selbst zu versichern. Wenn Sie eine Hypothek haben, verlangt Ihr Kreditgeber, dass Sie eine Hausratversicherung abschließen. Aber selbst wenn Ihr Haus abbezahlt ist, möchten Sie wahrscheinlich nicht das Risiko eingehen, es aus eigener Tasche komplett wiederaufbauen zu müssen, falls es bis auf die Grundmauern abbrennt. Wenn Ihr Nettovermögen im Verhältnis zum Wert Ihres Hauses hoch ist und Sie nicht übermäßig risikoscheu sind, könnte es jedoch sinnvoller sein, auf den Kauf einer Versicherung zu verzichten, die paar hundert Dollar zu sparen, die Sie jedes Jahr zahlen müssten, und Geld für den unwahrscheinlichen Fall beiseitezulegen, dass Sie neu bauen müssen.
Wenn Sie sich selbst versichern möchten, ist es wichtig, das Worst-Case-Szenario genau zu verstehen, damit Sie finanziell vorbereitet sind. Alternativ könnten Sie bei zu hohem Risiko erwägen, die Versicherung beizubehalten, jedoch mit einem sehr hohen Selbstbehalt.
Selbstversicherung in der Praxis: Beispiel der US-Krankenversicherung
In den Vereinigten Staaten gilt Selbstversicherung insbesondere für die Krankenversicherung und kann beispielsweise bedeuten, dass ein Arbeitgeber bestimmte Leistungen – wie Gesundheits- oder Invaliditätsleistungen – für Arbeitnehmer bereitstellt und Ansprüche aus einem bestimmten Pool von Vermögenswerten finanziert, anstatt über eine Versicherungsgesellschaft. Bei einer selbstfinanzierten Gesundheitsversorgung behält der Arbeitgeber letztendlich das volle Risiko der Zahlung von Ansprüchen, während bei einer Versicherung das gesamte Risiko auf den Versicherer übertragen wird.