Soesbandits
Bandits: Pioniere des Hochfrequenzhandels auf Nasdaq
Wichtige Erkenntnisse
- Die SOES Bandits waren eine Gruppe von Händlern, die das Small Order Execution System (SOES) der Nasdaq nach dem Börsencrash von 1987 ausnutzten, um schnelle Trades durchzuführen und Gewinne zu erzielen.
- Sie entwickelten Strategien, die die Grundlage für den Hochfrequenzhandel legten, und nutzten dabei die Ineffizienzen des SOES-Systems aus, wie etwa langsame Kursaktualisierungen.
- Zu den Schlüsselfiguren der SOES-Bandits-Saga gehörten Sheldon Maschler, Harvey Houtkin, Jeff Citron und Josh Levine, die Software zur Automatisierung des Handels einsetzten.
- Die mit den SOES Bandits verbundene Firma Datek Securities wuchs erheblich, indem sie junge Händler beschäftigte, um diese Handelsmöglichkeiten zu nutzen, was zur Entwicklung elektronischer Kommunikationsnetze wie Island und Archipelago führte.
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Die Ursprünge und Auswirkungen der SOES Bandits
Die heutige Debatte zwischen Mensch und Maschine hat ihren Ursprung in der Geschichte, die zur Saga der SOES Bandits führte. In vielerlei Hinsicht trug der Crash des Dow Jones Industrial Average am 19. Oktober 1987 dazu bei, die Saat für den Hochfrequenzhandel zu legen. Der Dow fiel um fast 23 Prozent, der größte Tagesrückgang aller Zeiten, und wird heute als Schwarzer Montag bezeichnet. Da die Aktien so schnell fielen, stellten viele Nasdaq-Market Maker – die Vermittler, die die Räder der Märkte schmieren – einfach das Abheben ihrer Telefone ein. Privatanleger konnten ihre Portfolios nicht schützen.
Eine kleine Gruppe von Anlegern erkannte eine Gelegenheit und versuchte, ein Loch im Marktprozess auszunutzen. Dieses Loch entstand, weil SOES-Trades automatisiert sind und nahezu sofort ausgeführt werden.
Daher erhalten diese Trades Vorrang vor dem Rest des Marktes. Dies ermöglichte es schnellen Händlern, mit SOES schneller in und aus Aktien zu wechseln als große Investoren, was letztendlich hohe Gewinne einbrachte.
Schlüsselfiguren hinter den SOES Bandits
Die ursprünglichen SOES Bandits waren Sheldon Maschler und Harvey Houtkin von der heute berüchtigten Datek Securities. Mit Hilfe von Jeff Citron und Josh Levine entwickelten sie 1989 ein Softwareprogramm namens Watcher, das es Daytradern ermöglichte, die Schwäche des SOES-Systems bei der langsamen Aktualisierung von Kursangeboten auszunutzen.
Obwohl SOES nur für kleine Aufträge vorgesehen war, nutzte Datek das System für große Trades, indem sie Aktien kauften und innerhalb von Sekunden wieder verkauften. Bis 1996 hatte Datek so viele Trades abgeschöpft, dass sie über 500 Händler beschäftigten, viele davon frisch von Ivy-League-Universitäten.
Vermächtnis und Entwicklung des Hochfrequenzhandels
Der Erfolg von Datek Securities und anderen frühen Hochfrequenzhändlern führte zur Gründung eines elektronischen Kommunikationsnetzes (ECN) namens Island, gefolgt vom Archipelago-ECN, das 2006 mit der New York Stock Exchange fusionierte.
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