Sparkasse
Sparkassen verstehen: Sparen, Kredite und ihre Auswirkungen
Was ist eine Sparbank?
Eine Sparbank hilft Verbrauchern, indem sie Dienstleistungen wie Sparkonten und Hypotheken anbietet. Im Gegensatz zu großen Geschäftsbanken sind Sparbanken gemeinschaftsorientiert und bedienen lokale Einwohner. Ihre Entwicklung in den USA wurde durch Gesetze wie den Federal Home Loan Bank Act geprägt, der bezahlbaren Wohnraum und Wohnungsfinanzierung unterstützte. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten Sparbanken eine wichtige Rolle bei der Ausweitung des Wohneigentums, obwohl die Savings and Loan Crisis der 1980er Jahre Schwächen im System offenlegte und zu großen Reformen führte. Nach Vorschriften wie dem Dodd-Frank Act entwickeln sich Sparbanken weiter, während sie ihre Mission, Einzelpersonen und Familien zu unterstützen, beibehalten.
Wichtige Erkenntnisse
- Sparbanken, auch bekannt als Savings and Loan Associations, konzentrieren sich auf Sparkonten und Hypotheken für Eigenheime.
- Sparbanken bieten Verbraucherkonten und -darlehen an, unterscheiden sich jedoch von Geschäftsbanken, indem sie die Wohnungsfinanzierung priorisieren.
- Der Federal Home Loan Bank Act von 1932 zielte darauf ab, durch kostengünstige Mittel den Wohneigentum zu fördern.
- Die Savings and Loan Crisis von 1986 bis 1995 hob die Bedeutung solider Kreditvergabepraktiken für Sparbanken hervor.
- Sparbanken bedienen in erster Linie Verbraucher und können genossenschaftlich oder als Unternehmen organisiert sein.
Die Entwicklung der Sparbanken: Von den Anfängen bis zur Neuzeit
Sparinstitute begannen im Vereinigten Königreich mit kundeneigenen Bausparkassen im frühen 18. Jahrhundert. In den USA wurde der erste Nachfolger der kundeneigenen Bausparkasse des Vereinigten Königreichs als Savings and Loan Associations (S&Ls) bezeichnet. Einer der Hauptgründe für die Gründung von S&Ls in den USA war die Verbesserung des Hypothekenmarktes in den USA.
Im frühen 20. Jahrhundert waren Hypotheken in den USA in der Regel fünf- bis zehnjährige zinslose Darlehen mit einer großen Zahlung am Ende. Hausbesitzer kamen häufig mit diesen Zahlungen in Verzug, insbesondere als die Arbeitslosigkeit während der Great Depression stieg.
1932 unterzeichnete Präsident Herbert Hoover den Federal Home Loan Bank Act, um Wohneigentum zu fördern, indem den Banken kostengünstige Mittel für Hypotheken zur Verfügung gestellt wurden. Dieses Gesetz war das erste von mehreren, die darauf abzielten, Wohneigentum für Amerikaner erschwinglicher zu machen.
Zudem wurde als Folge dieses Gesetzes das Federal Home Loan Bank Board geschaffen. Dieses Gremium hatte die Aufgabe, die Entwicklung eines Sekundärmarktes für Hypotheken zu erleichtern; es schuf S&Ls, um diese Hypotheken auszugeben.
Wie Sparbanken das Wohneigentum in Amerika prägten
Eine der wichtigsten Auswirkungen von Sparbanken – zusammen mit einem Hypothekenversicherungsprogramm, das 1944 von der Veterans Administration geschaffen wurde – war die Erleichterung von Hauskäufen nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele junge Kriegsveteranen und ihre Familien konnten dank dieser Bundesprogramme Häuser in den Vororten erwerben.
In den 1960er und 1970er Jahren wurden die meisten Hypotheken über Sparbanken und S&Ls vergeben. Aufgrund dieser Institute und anderer Bundesprogramme stiegen die Wohneigentumsquoten in den USA zwischen 1940 und 1980 erheblich an.
Wichtig
Laut Gesetz können Darlehen an gewerbliche Unternehmen nicht mehr als 20 % des Geschäfts einer Sparbank ausmachen.
Zwischen 1986 und 1995 scheiterten viele Sparinstitute und S&Ls während der Savings and Loan Crisis. Während Analysten mehrere Erklärungen für den enormen Niedergang der Branche gefunden haben, wird das Scheitern allgemein auf schlechte Kreditvergabepraktiken zurückgeführt.
Seit der Krise haben strukturelle Veränderungen bei Sparbanken ihre Unterschiede zu konventionellen Banken verwischt. Der Financial Institutions Reform, Recovery, and Enforcement Act (FIRREA) von 1989 hatte große Auswirkungen auf die S&L- und Sparbranche.
2010 beseitigte der Dodd-Frank Act einige der wichtigsten Vorteile von Sparbanken, wie etwa weniger strenge Vorschriften im Vergleich zu großen Banken. Das Engagement der Sparbanken für die Verbraucher besteht jedoch fort. Der wichtigste Zweck von S&Ls ist nach wie vor die Vergabe von Hypothekendarlehen für Wohneigentum.
Welche Arten von Sparbanken gibt es?
Sparbanken umfassen Sparkassen, private Entwicklungsbanken und Aktiensparkassen (stock savings and loan associations).
Was ist der Unterschied zwischen Sparbanken und Geschäftsbanken?
Sparbanken funktionieren ähnlich wie traditionelle Banken, sind jedoch darauf ausgelegt, Verbraucher statt Unternehmen zu bedienen. Mit anderen Worten: Sparbanken bieten hauptsächlich Verbraucherkonten und -darlehen an, während Geschäftsbanken auch Finanzdienstleistungen für Unternehmen anbieten. Sparbanken sind in der Regel kleinere, lokale Einrichtungen und verfügen nicht über die Reichweite und Ressourcen großer Banken mit Filialen im ganzen Land. Allerdings bieten Sparbanken zunehmend die gleichen Dienstleistungen wie Geschäftsbanken an, sodass die Unterscheidung zwischen beiden immer geringer wird.
Was sind Mutual Savings Banks?
Viele Sparbanken sind auch Mutual Savings Banks, was bedeutet, dass Kontoinhaber gleichzeitig Aktionäre der Bank sind. In diesem Sinne ähneln Mutual Banks Kreditgenossenschaften, aber der Hauptunterschied zwischen Mutual Banks und Kreditgenossenschaften besteht darin, dass erstere gewinnorientiert sind, während letztere gemeinnützig sind.