Spezifisches Risiko
Verstehen und Mindern spezifischer Risiken beim Investieren
Wichtige Erkenntnisse
- Systemisches Risiko betrifft fast jedes Unternehmen und jede Branche und stellt breite Marktherausforderungen dar.
- Spezifisches Risiko bezieht sich auf ein einzelnes Unternehmen oder eine Branche und unterstreicht die Notwendigkeit einer individuellen Analyse.
- Diversifikation ist eine bewährte Strategie, um sowohl systemische als auch spezifische Risiken zu minimieren.
- Interne und externe Faktoren tragen zu wichtigen Geschäftsrisiken bei, die die Leistung beeinflussen.
- Ausgewogenes Risikomanagement kann die finanziellen Ergebnisse für Anleger verbessern.
Was ist spezifisches Risiko bei Investitionen?
Spezifisches Risiko ist eine Anlagegefahr, die nur ein bestimmtes Unternehmen, eine bestimmte Branche oder einen bestimmten Sektor betrifft. Geschäftsrisiken können in interne und externe Risiken eingeteilt werden.
Spezifisches Risiko ist das Gegenteil von systemischem Risiko, das fast jedes Unternehmen und jede Branche betrifft. Spezifisches Risiko wird auch als unsystematisches Risiko oder diversifizierbares Risiko bezeichnet.
Ein Anleger kann beide Gefahren durch Diversifikation minimieren.
Das Konzept des spezifischen Risikos verstehen
Wenn Anleger erwägen, eine Aktie oder einen anderen Vermögenswert zu kaufen, zu halten oder zu verkaufen, berücksichtigen sie die möglichen Risiken. Das heißt, was könnte dazu führen, dass die Investition scheitert?
Es gibt systemische Risiken, die die gesamte Wirtschaft und die meisten darin enthaltenen Branchen und Unternehmen betreffen. Ein starker Anstieg der Rohölpreise treibt die Transportkosten in die Höhe, verringert das verfügbare Einkommen der Verbraucher und erhöht sogar den Druck auf Unternehmen, die Löhne zu erhöhen, um die an der Tankstelle verlorenen Gelder auszugleichen.
Es gibt auch Risiken, die die meisten, aber keineswegs alle Branchen betreffen. Ein Schneesturm kann die meisten Unternehmen tagelang lahmlegen, aber Hersteller von Schneefräsen und Daunenjacken kommen gut zurecht.
Spezifische Risiken sind einer einzelnen Aktie, einem Sektor oder einer Branche eigen. Ein Pharmaunternehmen könnte ein neues Medikament von der Food and Drug Administration (FDA) abgelehnt bekommen oder ein altes vom Markt genommen werden. Schadensforderungen durch eine Naturkatastrophe könnten die Jahresergebnisse einer Versicherung beeinträchtigen.
Identifizierung unternehmensspezifischer Risiken
Zwei Faktoren verursachen unternehmensspezifische Risiken:
Geschäftsrisiko: Interne oder externe Probleme können Geschäftsrisiken verursachen. Ein internes Risiko bezieht sich auf die operative Effizienz des Unternehmens. Wenn das Management es versäumt, ein neues Produkt durch ein Patent zu schützen, wäre dies ein internes Risiko, das zu einem Verlust des Wettbewerbsvorteils führt. Das Verbot eines bestimmten Produkts, das ein Unternehmen verkauft, durch die FDA ist ein Beispiel für ein externes Geschäftsrisiko.
Finanzielles Risiko: Dies bezieht sich auf die Kapitalstruktur eines Unternehmens. Ein Unternehmen benötigt ein optimales Verhältnis von Fremd- und Eigenkapital, um weiter zu wachsen und seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Eine schwache Kapitalstruktur kann zu unregelmäßigen Gewinnen und Cashflows führen.
Wie man spezifisches Risiko durch Diversifikation reduziert
Anleger können spezifisches Risiko reduzieren, indem sie ihre Portfolios diversifizieren. Die Ökonomen Lawrence Fisher und James H. Lorie fanden heraus, dass das spezifische Risiko deutlich abnimmt, wenn ein Portfolio etwa 30 Wertpapiere enthält.1 Die Wertpapiere sollten aus verschiedenen Sektoren stammen, sodass aktien- oder branchenspezifische Nachrichten nur einen Minderheitsteil der Vermögenswerte im Portfolio betreffen können.
Wichtig
Geschäftsrisiken können intern oder extern sein.
Zum Beispiel könnte ein Portfolio Engagements in den Bereichen Gesundheitswesen, Grundstoffe, Finanzen, Industriegüter und Technologie aufweisen.
Eine Mischung aus unkorrelierten Anlageklassen sollte ebenfalls in ein Portfolio aufgenommen werden, um spezifisches Risiko zu reduzieren. Dies bedeutet, in eine Auswahl von Vermögenswerten zu investieren, die sich nicht in die gleiche Richtung bewegen. Anleihen zum Beispiel bewegen sich nicht mit den Schwankungen von Aktien auf und ab.
Anleger könnten börsengehandelte Fonds (ETFs) nutzen, um ihre Portfolios zu diversifizieren. ETFs können verwendet werden, um einen breit gefassten Index wie den Standard & Poor's 500 Index abzubilden oder bestimmten Branchen, Währungen oder Anlageklassen zu folgen. Beispielsweise könnten Anleger spezifisches Risiko reduzieren, indem sie in einen ETF investieren, der eine ausgewogene Allokation von Anlageklassen und Sektoren aufweist, wie den iShares Core Moderate Allocation Fund oder den Invesco CEF Income Composite ETF.
Dies bedeutet, dass negative Nachrichten, die eine bestimmte Anlageklasse oder einen bestimmten Sektor betreffen, keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtrendite des Portfolios haben.
Lawrence Fisher and James H. Lorie. "Some Studies of Variability of Returns on Investments in Common Stocks," Pages 116-117. Accessed Dec. 27, 2020.
Lawrence Fisher and James H. Lorie. "Some Studies of Variability of Returns on Investments in Common Stocks," Pages 116-117. Accessed Dec. 27, 2020.
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