Statistische Arbitrage
Statistische Arbitrage verstehen: Strategien und Risiken erklärt
Was ist statistische Arbitrage?
Statistische Arbitrage, oder Stat Arb, umfasst Handelsstrategien, die Mean-Reversion-Analysen über große Wertpapierportfolios in kurzen Zeiträumen nutzen. Es handelt sich um eine hochgradig quantitative und analytische Methode, die darauf abzielt, das Beta-Exposure zu reduzieren, indem Aktien nach ihrer Attraktivität bewertet und risikomanagierte Portfolios durch mathematische Modellierung aufgebaut werden.
Wichtige Erkenntnisse
- Statistische Arbitrage, oder Stat Arb, nutzt quantitative und analytische Ansätze, um diverse kurzfristige Portfolios zu handeln.
- Die Strategie minimiert das Beta-Exposure, indem Aktien nach ihrer Anlageattraktivität bewertet und Portfolios zur Risikoreduzierung konstruiert werden.
- Stat Arb verwendet marktneutrale Techniken, indem gleichzeitig Long- und Short-Positionen in korrelierten Wertpapieren eröffnet werden.
- Hochfrequenzhandelsalgorithmen sind entscheidend, um kurzlebige Preisineffizienzen bei der statistischen Arbitrage auszunutzen.
- Obwohl komplex, können vereinfachte Ansätze zur statistischen Arbitrage den Vergleich traditionell korrelierter Wertpapiere auf Handelsmöglichkeiten umfassen.
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Wie funktioniert statistische Arbitrage?
Statistische Arbitrage ist marktneutral, da sie gleichzeitig eine Long- und eine Short-Position eröffnet, um ineffiziente Preisgestaltung bei korrelierten Wertpapieren auszunutzen.
Wenn ein Fondsmanager beispielsweise glaubt, dass Coca-Cola unterbewertet und Pepsi überbewertet ist, würde er eine Long-Position in Coca-Cola und gleichzeitig eine Short-Position in Pepsi eröffnen. Anleger bezeichnen statistische Arbitrage oft als „Pairs Trading".
Statistische Arbitrage beschränkt sich nicht nur auf zwei Wertpapiere; sie kann auf eine Gruppe angewendet werden. Aktien aus verschiedenen Branchen können ebenfalls korreliert sein. Beispielsweise weisen Citigroup, eine Bankaktie, und Harley Davidson, eine zyklische Konsumaktie, oft Phasen hoher Korrelation auf.
Welche Risiken sind mit statistischer Arbitrage verbunden?
Statistische Arbitrage birgt Risiken, da sie darauf angewiesen ist, dass die Marktpreise zu einer Norm zurückkehren, der sogenannten Mean Reversion. Dennoch können Aktien derselben Branche aufgrund verschiedener Faktoren über längere Zeiträume unkorreliert bleiben.
Aus diesem Grund nutzen die meisten Strategien der statistischen Arbitrage Hochfrequenzhandelsalgorithmen (HFT), um winzige Ineffizienzen auszunutzen, die oft nur Millisekunden andauern. Es sind große Positionen in beiden Aktien erforderlich, um aus solch winzigen Preisbewegungen ausreichende Gewinne zu erzielen. Dies fügt den Strategien der statistischen Arbitrage zusätzliches Risiko hinzu, obwohl Optionen verwendet werden können, um einen Teil des Risikos zu mindern.
Einfache Möglichkeiten zur Umsetzung von Strategien der statistischen Arbitrage
Der Versuch, die Mathematik hinter einer Strategie der statistischen Arbitrage zu verstehen, kann überwältigend sein. Glücklicherweise gibt es einen einfacheren Weg, um mit dem grundlegenden Konzept zu beginnen. Anleger können zwei Wertpapiere finden, die traditionell korreliert sind, wie General Motors (GM) und Ford Motor Company (F), und dann die beiden Aktien vergleichen, indem sie sie auf einem Preischart überlagern.
Die folgende Grafik vergleicht diese beiden Automobilhersteller. Anleger können einen Trade eingehen, wenn die beiden Aktien erheblich voneinander abweichen, wie etwa Mitte Februar und Anfang Mai. Händler würden beispielsweise erwägen, Ford im Februar zu kaufen und im Mai zu verkaufen, in Erwartung einer Angleichung des Aktienkurses an den von General Motors. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, wann die Kurse wieder konvergieren, daher sollten Anleger die Verwendung von Stop-Loss-Orders in Betracht ziehen.
Bild von Sabrina Jiang © Investopedia 2021