Steuerexport
Steuerexport verstehen: Definition und Implikationen
Wichtige Erkenntnisse
- Steuerexport bedeutet, Steuerlasten über Zuständigkeitsbereiche hinweg zu verlagern, einschließlich städtischer oder internationaler Grenzen.
- Häufige Formen sind Zölle auf ausländische Unternehmen und Steuern auf außerstaatliche Arbeitnehmer.
- Zölle werden eingesetzt, um wirtschaftlichen oder politischen Druck auf ausländische Regierungen auszuüben.
- Ausländische Staatsangehörige, die US-Einkommen erzielen, müssen Steuern einreichen, obwohl Abkommen die Verpflichtungen verringern können.
Steuerexport definiert
Steuerexport findet statt, wenn eine Regierung einen Teil ihrer Steuerlast auf Nichtansässige verlagert, wie Besucher, außerstaatliche Unternehmen oder ausländische Käufer. Es generiert Einnahmen von Personen oder Unternehmen, die nicht in der Gegend leben, was die Steuerlast der Bewohner verringern kann. Einzelpersonen können mit höheren Preisen für Waren und Dienstleistungen konfrontiert sein, während Unternehmen bei grenzüberschreitender Tätigkeit zusätzliche Kosten haben können. Zölle auf importierte Waren, Hotelsteuern für Touristen und Steuern auf natürliche Ressourcen, die außerhalb des Staates oder Landes verkauft werden, sind die häufigsten Formen des Steuerexports.
Wie funktioniert Steuerexport?
Steuerexport kann viele Formen annehmen und ebenso viele Ziele erfüllen. In manchen Fällen handelt es sich einfach um eine Übertragung von Steuerschulden auf außerstaatliche Personen, die zufällig an der Wirtschaft eines bestimmten Staates teilnehmen und Steuern zum gleichen Satz wie lokale Steuerzahler zahlen.
In anderen Fällen kann eine Steuer bewusst so gestaltet sein, dass sie Außenstehende stärker belastet als Einheimische. Dies könnte einfach ein Mittel sein, um zusätzliche Einnahmen für eine lokale Regierung zu generieren, oder es könnte darauf abzielen, ein bestimmtes Unternehmen oder Verhalten zu unterbinden. In anderen Fällen könnte eine Steuer eine politische Waffe sein, die gegen die Führung einer anderen Gerichtsbarkeit gerichtet ist.
Auf Bundesebene wird von jedem ausländischen Staatsangehörigen, der Einkünfte aus US-Quellen erzielt, erwartet, dass er eine Steuererklärung einreicht und Steuern auf diese Einkünfte zahlt. Diese Steuer kann durch ein Steuerabkommen zwischen den USA und dem Land des Ausländers reduziert werden, und die Bundesstaaten können diese Abkommen in unterschiedlichem Maße anerkennen.1 Ein im Ausland ansässiges Unternehmen unterliegt der US-Besteuerung, wenn der Internal Revenue Service (IRS) feststellt, dass es regelmäßige und routinemäßige Einkünfte aus US-Geschäften erzielt, selbst wenn dies über einen Vermittler erfolgt. Das ausländische Unternehmen wird zum gleichen gestaffelten Körperschaftsteuersatz besteuert wie ein US-Unternehmen, aber ein Steuerabkommen kann in einigen Fällen eingreifen, um diesen Satz zu senken.2
Ist Steuerexport strafend oder politisch?
Das klassische Beispiel für einen Steuerexport mit dem Ziel, ein ausländisches Unternehmen oder dessen Regierung wirtschaftlich oder politisch zu belasten, ist ein Zoll. Zölle sind im Wesentlichen gezielte Steuern, die auf dem Wert einer über internationale Grenzen bewegten Ware oder einer festen Gebühr basieren können, die nicht an den Handelswert eines Imports gebunden ist. Einige Ökonomen argumentieren, dass Zölle eher eine Belastung für Verbraucher als für Unternehmen oder Regierungen sind, aber Regierungen setzen sie weiterhin als Strafmaßnahmen gegeneinander ein.
Im späten 18. Jahrhundert nutzte die US-Regierung erstmals Zölle als Mittel zur Einnahmengenerierung und zum Schutz der heimischen Industrie vor derjenigen eines jeden ausländischen Landes. Während des größten Teils des 19. Jahrhunderts waren Zölle die Haupteinnahmequelle für die gesamte US-Regierung und richteten sich nicht speziell gegen ein ausländisches Unternehmen oder Land. Einnahmengenerierung und Protektionismus blieben die Hauptgrundlagen für diese exportierten Steuern.3
Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sind die Zollsätze deutlich gesunken, da die Regierungen tendenziell zu einem freien Welthandel übergegangen sind. Im frühen 21. Jahrhundert ist eine Gegenreaktion gegen den Freihandel entstanden. Einige wirtschaftliche und politische Führungskräfte in den USA haben argumentiert, dass die USA unter Freihandelsabkommen leiden, und haben Zölle als Mittel zur Vergeltung und zur erzwungenen Neuverhandlung dieser Abkommen vorgeschlagen.4
Internal Revenue Service. "United States Income Tax Treaties - A to Z." Accessed May 7, 2021.
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Internal Revenue Service. "Publication 515 (2020): Withholding of Tax on Nonresident Aliens and Foreign Entities," Page 9. Accessed May 7, 2021.
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Internal Revenue Service. "The Why of Taxes." Accessed May 7, 2021.
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Fordham Journal of Corporate and Financial Law. "A Brief History of Tariffs in the United States and the Dangers of their Use Today." Accessed May 7, 2021.
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