Stimmrechtsaktien
Stimmrechtsaktien verstehen: Definition, Typen und Beispiele
Was sind Stimmrechtsaktien?
Stimmrechtsaktien sind Aktien, die den Aktionären das Recht einräumen, über wichtige Unternehmensentscheidungen wie die Wahl von Vorstandsmitgliedern oder die Genehmigung von Fusionen abzustimmen. Sie geben Anlegern eine Stimme bei der Führung des Unternehmens und sind daher von zentraler Bedeutung für die Unternehmensführung.
Während Stammaktien in der Regel Stimmrechte beinhalten, haben andere Klassen, wie Vorzugsaktien, diese möglicherweise nicht. Unternehmen wie Google und Berkshire Hathaway veranschaulichen unterschiedliche Stimmrechtsaktienstrukturen, die den Aktionären verschiedene Grade an Kontrolle bieten.
Wichtige Erkenntnisse
- Stimmrechtsaktien ermöglichen es Aktionären, über Unternehmenspolitiken wie die Wahl des Vorstands abzustimmen.
- Unternehmen können verschiedene Aktienklassen ausgeben, einige mit Stimmrechten und andere ohne.
- Aktionäre mit Stimmrechtsaktien können wichtige Unternehmensentscheidungen wie Fusionen und Übernahmen beeinflussen.
- Aktivisteninvestoren können Stimmrechtsaktionäre dazu ermutigen, Unternehmensentscheidungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen.
- Bekannte Unternehmen wie Google und Berkshire Hathaway geben sowohl stimmberechtigte als auch nicht stimmberechtigte Aktien aus.
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Verständnis des Mechanismus von Stimmrechtsaktien
Die Inhaber von Stimmrechtsaktien haben die Möglichkeit, bei Entscheidungen über die zukünftige Ausrichtung eines Unternehmens mitzubestimmen. Wenn ein Unternehmen beispielsweise ein Übernahmeangebot eines anderen Unternehmens oder einer Gruppe von Investoren prüft, könnten die Inhaber von Stimmrechtsaktien über das Angebot abstimmen.
Aktionäre, die Stimmrechtsaktien besitzen, erhalten in der Regel regelmäßig Mitteilungen vom Unternehmen über Angelegenheiten, die eine Abstimmung erfordern, damit das Unternehmen handeln kann. Die Entscheidung, bei solchen Fragen abzustimmen oder nicht, hat keinen direkten Einfluss auf ihren Aktienbesitz oder dessen Wert. Es kann jedoch zu Folgemaßnahmen aus den Abstimmungen kommen, die den Marktwert des Unternehmens beeinflussen.
Wichtige Faktoren, die bei Stimmrechtsaktien zu beachten sind
Aktivisteninvestoren drängen Stimmrechtsaktionäre oft dazu, von ihnen befürwortete Maßnahmen zu unterstützen.
Bei feindlichen Übernahmen können Käufer die Unterstützung von Stimmrechtsaktionären suchen, um die Ausrichtung des Unternehmens zu ändern. Dies kann einen Wechsel des derzeitigen Vorstands beinhalten, der weitere Änderungen in der Organisation ermöglichen würde, wie die Entlassung und Ersetzung von Führungskräften des Unternehmens.
Wenn der Vorstand dem Verkauf des Unternehmens zustimmt, umfasst das Genehmigungsverfahren für den Deal eine Abstimmung unter den Aktionären, die Stimmrechtsaktien besitzen. Die Inhaber von Stimmrechtsaktien könnten ein Angebot ablehnen, wenn sie glauben, dass das Gebot nicht ihrer Bewertung des Unternehmens entspricht.
Erkundung verschiedener Arten von Stimmrechtsaktien
Je nach Art der ausgegebenen Aktien können Aktionäre unterschiedliche Stimmrechtsstärken haben. Ein Unternehmen kann beispielsweise eine Aktienklasse für Gründer, das obere Management und frühe Mitarbeiter reservieren, die jedem von ihnen mehrere Stimmen pro Aktie gewährt.
Das Management könnte zusätzliche Stimmrechtsaktien ausgeben, die nur eine Stimme pro Aktie haben. Es können auch Aktien ohne Stimmrecht ausgegeben werden.
Eine solche Regelung würde einem Teil der Stakeholder eine größere individuelle Stimmkraft bei den Entscheidungen geben, die die Organisation prägen. Die verschiedenen Arten von Stimmrechtsaktien könnten auch einen unterschiedlichen Marktwert haben, insbesondere wenn neue Aktien durch einen Aktiensplit angeboten werden.
Praxisbeispiele für Stimmrechtsaktien
Google ist eines der bekanntesten Unternehmen mit mehreren Aktienklassen. Es gibt Aktien, die unter dem Tickersymbol GOOGL gehandelt werden – das sind Klasse-A-Aktien mit Stimmrecht – und eine Aktienklasse, die unter dem Symbol GOOG gehandelt wird – das sind Klasse-C-Aktien ohne Stimmrecht. Google hat auch nicht gehandelte Klasse-B-Aktien. Diese Aktien werden von Unternehmensinsidern gehalten und haben überragende Stimmrechte – jede Google-Klasse-B-Aktie zählt als 10 Stimmen.1
Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat ebenfalls mehrere Aktienklassen. Die Klasse-A-Aktien des Unternehmens werden unter dem Tickersymbol BRK.A gehandelt und haben Stimmrecht. Alternativ können Anleger Berkshire-Klasse-B-Aktien zu einem Bruchteil der Kosten kaufen, haben aber kaum ein Mitspracherecht bei der Führung des Unternehmens.2