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Stornoquote

Stornoquote verstehen: Definition, Vorteile und Reduktionsstrategien



Wichtige Erkenntnisse


  • Die Stornoquote misst den Prozentsatz nicht verlängerter Versicherungspolicen.
  • Hohe Stornoquoten weisen auf Ineffizienzen bei der Kundenbindung und den Erträgen hin.
  • Nicht wettbewerbsfähige Prämien und schlechte Kundeninformationen können die Stornoquoten erhöhen.
  • Verbraucherorientierte Policen haben oft höhere Stornoquoten als gewerbliche.
  • Um die Stornoquoten zu senken, können Versicherer Erinnerungen senden, bessere Tarife anbieten und das Marketing verstärken.


Was ist eine Stornoquote?


Die Stornoquote misst, wie viele Versicherungspolicen im Vergleich zu den zu Beginn eines Zeitraums aktiven Policen nicht verlängert werden, und ist damit ein wichtiger Indikator für Kundenbindung und Ertragsstabilität. Stornierungen sind oft auf hohe Prämien oder vergessene Erinnerungen zurückzuführen, und Versicherer können sie durch verbesserte Kommunikation und einfachere Verlängerungen senken.



Die Funktionsweise der Stornoquote verstehen


Versicherungsunternehmen bemühen sich, ihre Schadenquote niedrig zu halten, indem sie ihre Versicherungsnehmer dazu ermutigen, ihre Policen regelmäßig zu verlängern. Policenverlängerungen sind wichtig, da sie darauf hindeuten, dass die Kunden mit der erbrachten Leistung zufrieden sind. Sie verhindern auch potenzielle Ertragseinbußen, die durch den Wechsel von Kunden zu anderen Versicherern entstehen.

Eine Stornoquote wird als Prozentsatz ausgedrückt. Angenommen, ein Versicherer hat 1.000 aktuellen Kfz-Versicherungsnehmern Verlängerungsmitteilungen geschickt und 700 dieser Policen wurden verlängert. In diesem Beispiel läge die Stornoquote bei (1.000-700)/1.000, also 30%.

Eine Reihe von Faktoren kann die Stornoquote beeinflussen. Nicht wettbewerbsfähige Prämien sind der wahrscheinlichste Grund für einen Anstieg. Dies kann daran liegen, dass ein Versicherer versucht, den Kunden mehr für den Versicherungsschutz zu berechnen, oder weil ein Konkurrent mit günstigeren Tarifen auf den Markt gekommen ist. Alternativ können Policen einfach storniert werden, weil der Versicherer – absichtlich oder aus Nachlässigkeit – es versäumt hat, den Kunden wegen der Verlängerung zu kontaktieren.

Die Stornoquote, die für ein Versicherungsunternehmen als akzeptabel gilt, kann je nach Policentyp, geografischer Lage und anderen Faktoren variieren. So weisen verbraucherorientierte Produkte wie die für Kfz- oder Hausratversicherungen tendenziell höhere Stornoquoten auf als gewerbliche. Die breite Öffentlichkeit ist eher geneigt, aktiv nach günstigeren Policen zu suchen als Unternehmen. Es gibt mittlerweile eine Fülle von Internet-Vergleichsportalen, die Verbrauchern mit nur wenigen Klicks zur Verfügung stehen. Gewerbliche Versicherungspolicen hingegen sind schwieriger zu wechseln, da sie in der Regel komplexer und individueller gestaltet sind.



Vorteile der Überwachung der Stornoquote


Es gibt mehrere Gründe, warum ein Versicherungsunternehmen seine Stornoquote genau prüft. Eine der wichtigsten Informationen, die diese Kennzahl vermitteln kann, ist, wie wettbewerbsfähig die Tarife im Vergleich zu anderen Versicherungsunternehmen sind.

Wenn ein anderes Versicherungsunternehmen bessere Tarife anbietet, ist es fair anzunehmen, dass viele Versicherungsnehmer zur günstigsten Option wechseln. Wenn ein Unternehmen auf dieses Problem aufmerksam wird, könnte es dazu veranlasst werden, seine Preisgestaltung oder den Umfang des angebotenen Versicherungsschutzes zu überdenken.

Sollte die Analyse ergeben, dass die aktuellen Tarife mit dem Angebot der Konkurrenz übereinstimmen, muss das Unternehmen tiefer graben, um herauszufinden, warum die Stornoquote hoch ist. Es könnte sein, dass Verwaltungsfehler dazu geführt haben, dass Erinnerungsmitteilungen nicht verschickt wurden. Alternativ könnte der Ruf des Unternehmens einen größeren Schaden erlitten haben als erwartet oder von der Marketingstärke eines seiner Konkurrenten überschattet worden sein.



Wirksame Strategien zur Senkung der Stornoquoten


Versicherer können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um ihre Stornoquoten zu senken. Zu den gängigen Strategien gehören die folgenden:

Versand von Erinnerungen: Ein Versicherer kann seine Stornoquoten potenziell senken, indem er Kunden einfach daran erinnert, dass ihre Police bald ausläuft. Das Versenden von Verlängerungsmitteilungen oder die Kontaktaufnahme mit den Versicherungsnehmern sollte zumindest sicherstellen, dass diese über ihr Ablaufdatum informiert sind. In manchen Fällen kann ein persönlicher Kontakt den Kunden auch das Gefühl geben, besonders und willkommen zu sein.

Senkung der Prämien: Eine der offensichtlichsten Taktiken ist das Anbieten wettbewerbsfähigerer Tarife. Wenn der Versicherer Geschäft verliert, weil er von Konkurrenten unterboten wird, sollte er handeln, bevor er riskiert, noch mehr Kunden zu verlieren.

Anreize für Verlängerungen: Geschenke oder Treueprogramme können ausreichen, um die Loyalität der Kunden zu fördern und sie davon abzuhalten, nach einem besseren Angebot zu suchen.

Erhöhung der Marketingausgaben: Erfolgreiche Marketingkampagnen können die Öffentlichkeit an die Angebote und Vorteile des Versicherers erinnern. Es ist bekannt, dass effektive Publicity einem Unternehmen allein durch die Steigerung seiner Bekanntheit hilft, sich von der Konkurrenz abzuheben.

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