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Stufenkosten

Stufenkosten verstehen: Definition, Bedeutung und Praxisbeispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Stufenkosten bleiben fix, bis eine Aktivität eine Schwelle überschreitet, dann steigen sie stufenweise an.
  • Dieses Kostenmuster ist bei Nachfrageänderungen entscheidend, da es die Ausgaben unverhältnismäßig beeinflusst.
  • Unternehmen vermeiden möglicherweise das Überschreiten von Stufenkostenschwellen, um die Rentabilität zu erhalten.
  • Stufenkosten können zu unerwarteten Gewinnverschiebungen führen, wenn sich die Aktivitätsniveaus ändern.


Was sind Stufenkosten?


Stufenkosten sind Ausgaben, die für ein bestimmtes Aktivitätsniveau konstant sind, aber steigen oder fallen, wenn eine Schwelle überschritten wird. Stufenkosten ändern sich unverhältnismäßig, wenn die Produktionsniveaus eines Herstellers oder die Aktivitätsniveaus eines Unternehmens steigen oder fallen. Grafisch dargestellt werden diese Arten von Ausgaben durch ein treppenstufenartiges Muster abgebildet.

Unternehmen müssen Stufenkosten bei Produktionsänderungen verstehen, um die finanzielle Leistung zu optimieren. Wir haben hier einige Beispiele bereitgestellt, damit Sie diese Konzepte in Aktion visualisieren können.



Wie Stufenkosten den Geschäftsbetrieb beeinflussen


Stufenkosten bewegen sich in einer treppenartigen Weise auf und ab – horizontal über einen Bereich, dann vertikal, dann horizontal und so weiter. Für ein bestimmtes Aktivitätsniveau entstehen einem Unternehmen Fixkosten, aber sobald ein anderes Aktivitätsniveau erreicht ist, steigen die Kosten für die Bewältigung des zusätzlichen Geschäfts unverhältnismäßig (d.h. nicht marginal) an, mit einem höheren Schritt nach oben. Das Gegenteil gilt ebenfalls – wenn die Geschäftstätigkeit nachlässt, sinkt ein wesentlicher Teil der Kosten, mit einem Schritt nach unten.



Wichtig


Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Unternehmen beschließt, keine Maßnahmen zur Steigerung des Volumens zu ergreifen, um die Rentabilität auf dem aktuellen Niveau zu halten.



Beispiele aus der Praxis für Stufenkosten


Ein Hersteller von High-Tech-Ausrüstung stellt in einer Acht-Stunden-Schicht mit 25 Mitarbeitern und einem Vorgesetzten 400 Virtual-Reality-Headsets her. Alle Headsets werden versandt, es gibt keine Lagerbestände. Löhne und Sozialleistungen für diese Mitarbeiter belaufen sich auf 6.500 $ pro Schicht.

Dann steigt die Nachfrage um ein Headset. Da die Produktionslinie voll ausgelastet ist, muss das Unternehmen eine weitere Schicht hinzufügen, um 401 bis 800 Einheiten herzustellen. Die Arbeitskosten für die Produktion von 401 Einheiten stiegen von 6.500 $ auf 13.000 $.

Ein Café kann mit einem Mitarbeiter 30 Kunden pro Stunde bedienen. Wenn das Café zwischen null und 30 Kunden pro Stunde hat, muss es nur die Kosten für einen Mitarbeiter zahlen, sagen wir 50 $ (20 $ für den Mitarbeiter, 30 $ für alle anderen Ausgaben, fix und betrieblich). Wenn das Café 31 oder mehr Kunden pro Stunde erhält, muss es einen zweiten Mitarbeiter einstellen, was die Kosten auf 70 $ erhöht (40 $ für zwei Mitarbeiter, 30 $ für andere).



Wichtige Überlegungen beim Management von Stufenkosten


Das Verständnis der Stufenkostenrechnung ist äußerst wichtig, wenn ein Unternehmen kurz davor steht, ein neues und höheres Aktivitätsniveau zu erreichen, bei dem es einen großen Stufenkostensprung überwinden muss. In einigen Fällen können die Stufenkosten die Gewinne zunichtemachen, die das Management mit dem erhöhten Volumen erwartet hatte.

Es kann sinnvoll sein, höhere Stufenkosten zu tragen, wenn die Einnahmen ausreichen, um die höheren Kosten zu decken und eine akzeptable Rendite zu erzielen. Wenn die Volumensteigerung relativ gering ist, aber dennoch das Tragen von Stufenkosten erfordert, können die Gewinne tatsächlich sinken. Bei einer geringen Volumensteigerung kann das Management versuchen, zusätzliche Produktivität aus bestehenden Abläufen herauszuholen, anstatt erhöhte Kosten zu tragen.

So wie das Management Kosten erhöhen muss, kann es auch notwendig sein, Kosten zu senken, wenn das Aktivitätsniveau unter eine bestimmte Schwelle fällt. In solchen Fällen kann das Management beschließen, die damit verbundenen fixen Stufenkosten zu reduzieren oder zu eliminieren.

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