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Stummel

Stub Securities verstehen: Wie sie funktionieren und Beispiele



Wichtigste Erkenntnisse


  • Stub-Aktien entstehen durch Unternehmensumstrukturierungen, typischerweise aus Spin-offs oder Insolvenzen.
  • Diese Aktien werden im Vergleich zu ihren Muttergesellschaften oft mit niedrigeren Bewertungen gehandelt.
  • Stubs sind für ihren spekulativen Charakter und ihre volatilen Kursbewegungen bekannt.
  • Anleger betrachten Stubs aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich ihrer Bewertung und Wachstumsaussichten oft als riskant.
  • Analysten bewerten Stubs, indem sie sich auf die Verschuldung und den Cashflow des Unternehmens konzentrieren, anstatt auf traditionelle Gewinnkennzahlen.


Was ist ein Stub?


Im Finanzwesen ist ein Stub ein Wertpapier, das durch Unternehmensumstrukturierung entsteht, wie z. B. ein Spin-off, eine Insolvenz oder eine Rekapitalisierung, bei der ein Teil des Eigenkapitals eines Unternehmens von seiner Muttergesellschaft getrennt wird. Stub-Aktien werden oft zu niedrigeren Bewertungen gehandelt und können hochspekulativ sein, was sowohl erhebliches Risiko als auch potenzielle Rendite bietet. Ein bemerkenswertes Beispiel ist der Fall 3Com und Palm, bei dem das Spin-off von Palm eine Stub-Aktie schuf, die Marktineffizienzen bei der Bewertung offenlegte.



Wie Stub-Wertpapiere entstehen und bewertet werden


Stubs werden häufig durch ein Spin-off geschaffen. Bei einem Spin-off gibt die Muttergesellschaft ihren Aktionären Aktien der Tochtergesellschaft, oft als Sonderdividende. Die ausgegliederte Gesellschaft ist eine eigenständige Einheit, getrennt von der Muttergesellschaft, mit eigener Geschäftsführung und eigenem Aufsichtsrat. Die Muttergesellschaft kann alle Anteile ausgliedern oder weniger als 20 % behalten und 80 % an die Aktionäre abgeben. Bei einem Stub gliedert die Muttergesellschaft den Großteil der Tochtergesellschaft aus. Da die Aktie der Muttergesellschaft oft die meisten attraktiven Merkmale der ursprünglichen Anlage behält, werden Stub-Aktien von Anlegern typischerweise nicht als wünschenswert angesehen.

Stubs können auch aus einer Unternehmensumstrukturierung entstehen, etwa nach dem Austritt aus der Insolvenz. Die Werte von Stub-Aktien repräsentieren in der Regel nur einen kleinen Bruchteil des Kurses der Mutterwertpapiere, aus denen sie entstanden sind. Ihre niedrigeren Kurse können die Unsicherheit widerspiegeln, die Marktteilnehmer hinsichtlich der Aussichten des rekapitalisierten Unternehmens wahrnehmen. Diese Unsicherheit macht Stub-Aktien spekulativ, mit hohem Renditepotenzial, wenn das Management das Unternehmen umkrempelt, aber sie tragen auch ein größeres Risiko. Beispielsweise hatte die Investmentfirma Salomon Brothers in den 1980er Jahren einen Index von Stub-Aktien erstellt. Der Indexwert wies starke Schwankungen im Verhältnis zur Marktentwicklung auf. Im Jahr 1987 stürzte er während des Bärenmarktes dieses Jahres um 47,4 % ab. Der S&P 500 fiel im gleichen Zeitraum mit bescheideneren 33 %.

Zur Bewertung von Stubs konzentrieren sich Analysten auf die Höhe ihrer Schulden und das dem Unternehmen zur Bedienung der Schulden zur Verfügung stehende Kapital. Die Cashflow-Quote wird in dieser Analyse zu einer wichtigen Kennzahl, da sie einen Einblick in die Höhe der Barmittel gibt, die dem Unternehmen zur Bedienung der Schulden zur Verfügung stehen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), eine wichtige Kennzahl für die Bewertung in der traditionellen Analyse, ist nicht so wichtig, da die Gewinne von Stub-Unternehmen in der Regel nicht hoch sind.



Fallstudie: 3Com, Palm und Aufstieg und Fall einer Stub-Aktie


Das Netzwerkunternehmen 3Com, das in den 1990er Jahren die erfolgreiche Palm Pilot-Geräteserie herstellte, gliederte im Jahr 2000 7 % seiner Tochtergesellschaft Palm aus. 3Com besaß nach der Trennung noch 95 % des neuen Unternehmens und erhielt eine Sonderdividende in Höhe von 200 Millionen US-Dollar sowie Steuerrückerstattungen aus dem Spin-off.

Palm bot im Jahr 2000 auch eine begrenzte Anzahl von Aktien der Öffentlichkeit an. Anleger, die beim Börsengang nicht zum Zuge kamen, kauften massiv 3Com-Aktien und trieben deren Bewertung innerhalb weniger Monate von 5 Milliarden auf 22 Milliarden US-Dollar in die Höhe. Palm stieg dank der Dotcom-Euphorie um Computerprodukte sogar noch stärker. Es hatte am Ende seines ersten Handelstages einen Schlusskurs von 95 US-Dollar und eine Marktkapitalisierung von 54 Milliarden US-Dollar, höher als die seiner Muttergesellschaft. Sie war sogar höher als die etablierter Namen wie General Motors, Chevron und McDonald's.

Mit der Einführung neuer tragbarer Computer und Smartphones schrumpfte der Markt für Palm-Produkte. Schließlich wurde das Unternehmen 2010 von Hewlett Packard übernommen, und sein Flaggschiffprodukt, der Palm Pilot, wurde 2011 eingestellt.

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