Swapbank
Swap Bank: Was es ist, wie es funktioniert, Vorteile
Was ist eine Swap-Bank?
Eine Swap-Bank ist ein Institut, das als Vermittler zwischen zwei Gegenparteien fungiert, die einen Zins- oder Währungsswap-Vertrag abschließen möchten und möglicherweise anonym bleiben wollen. Sie bringt beide Seiten des Geschäfts zusammen und verdient in der Regel eine geringe Prämie von beiden Gegenparteien für die Vermittlung des Swaps.
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Swap-Bank ist ein Institut, das als Vermittler für zwei anonyme Gegenparteien fungiert, die einen Zins- oder Währungsswap-Vertrag abschließen möchten.
- Gegenparteien bevorzugen eine Swap-Bank als Vermittler, da dies ihr Risiko reduziert.
- Swap-Banken bieten ihren Kunden zudem die Vorteile von Anonymität und ihrer Fachkenntnis bei Swap-Vereinbarungen.
Swap-Banken verstehen
Ein Swap ist ein derivatives Vertrag, bei dem zwei Parteien Finanzinstrumente austauschen. Diese Instrumente können nahezu alles sein, aber die meisten Swaps beinhalten Zahlungsströme, die auf einem fiktiven Kapitalbetrag basieren, dem beide Parteien zustimmen. In der Regel wechselt das Kapital nicht den Besitzer. Jeder Zahlungsstrom bildet ein Bein des Swaps. Ein Zahlungsstrom ist in der Regel fest, während der andere variabel ist, das heißt, er basiert auf einem Referenzzinssatz, einem variablen Wechselkurs oder einem Indexpreis.
Swaps werden nicht an Börsen gehandelt, und Privatanleger beteiligen sich in der Regel nicht an Swaps. Swaps sind vielmehr außerbörsliche (OTC) Verträge zwischen Unternehmen oder Finanzinstituten. Kleinere Institute können jedoch durch eine Swap-Bank Zugang zu diesem Markt erhalten.
Im Allgemeinen wenden sich Unternehmen nicht direkt an andere Unternehmen, um Swap-Vereinbarungen zu treffen. Stattdessen koordinieren Swap-Banken die Swap-Vereinbarungen für Unternehmen. In den meisten Fällen sind die Identitäten der Gegenparteien einander unbekannt, und oft auch der Swap-Bank.
Vorteile einer Swap-Bank
Es gibt drei wesentliche Vorteile bei der Nutzung einer Swap-Bank für den Abschluss einer Swap-Vereinbarung: Anonymität, reduziertes Risiko und größere Fachkenntnis.
Viele Unternehmen möchten anonym bleiben, um keinen Wettbewerbsvorteil preiszugeben. Mit anderen Worten: Sie möchten möglicherweise nicht, dass andere erfahren, was sie in Bezug auf Finanzierung, Risikokontrolle und gegebenenfalls Kapitaleinsatz tun. Durch die Nutzung eines Swap-Vermittlers können sie ihre Identität gegen Zahlung einer geringen Prämie verbergen.
Eines der größten Risiken bei einer Swap-Transaktion ist das Ausfallrisiko (Kontrahentenrisiko), also das Risiko, dass die andere Seite ihren Verpflichtungen, einschließlich eines Zahlungsausfalls, nicht nachkommt. Alle Zahlungsströme des Swaps fließen häufig durch die Swap-Bank, die die periodischen Zahlungen einsammelt und weiterleitet. Dies umfasst oft Kreditdienstleistungen von der Bewertung der Kreditwürdigkeit der Gegenpartei bis zur Garantie der pünktlichen Zahlung der Zahlungsströme.
Da Swaps komplex sein können, profitieren Unternehmen, die nicht über die entsprechenden Ressourcen, sei es an Fachwissen oder Erfahrung, verfügen, vom spezialisierten Wissen der Swap-Bank. Dies ermöglicht bessere Konditionen für die kleine oder unerfahrene Gegenpartei. Und es verschafft ihnen Zugang zu einer großen Anzahl potenzieller Gegenparteien, was besonders für den seltenen oder erstmaligen Swap-Kunden nützlich ist.
Die Swap-Bank überträgt diese Vorteile auf die Swap-Gegenparteien, übernimmt jedoch selbst Risiken für ihre Gebühren. Dazu gehört das Zinsänderungsrisiko. Sollten sich die Zinssätze während der Zeit ändern, in der sie nur den empfangenden oder zahlenden Teil des Swaps abgeschlossen hat, wäre die Bank für die verbleibende Laufzeit gefährdet. Das Kreditrisiko ist die größte Bedrohung für die Swap-Bank, da sie für den Ausfall einer Partei haftet. Und schließlich kann es schwierig sein, für einen bestimmten Swap eine Gegenpartei zu finden. Dies wird als Mismatch-Risiko bezeichnet.
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