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Synthetischer Etf

Synthetische ETFs verstehen: Funktionsweise und Hauptmerkmale



Wichtige Erkenntnisse


  • Synthetische ETFs investieren in Derivate und Swaps, anstatt physische Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen zu halten.
  • Diese Fonds zielen darauf ab, die Wertentwicklung eines Referenzindex durch Vereinbarungen mit Gegenparteien, typischerweise Investmentbanken, nachzubilden.
  • Synthetische ETFs bieten zwar Zugang zu verschiedenen Märkten, bergen jedoch Risiken wie Gegenpartei-, Sicherheiten- und Liquiditätsrisiken.
  • Synthetische ETFs sind aufgrund spezifischer US-Regulierungsbeschränkungen in europäischen und asiatischen Märkten weiter verbreitet.
  • Die Federal Reserve äußert Bedenken hinsichtlich der Sicherheit synthetischer ETFs und verweist auf ein höheres Gegenparteirisiko im Vergleich zu physischen ETFs.
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Was ist ein synthetischer Exchange-Trade Fund (ETF)?


Ein synthetischer Exchange-Trade Fund (ETF) bildet einen Referenzindex mithilfe von Derivaten und Swap-Vereinbarungen nach, anstatt die zugrunde liegenden Wertpapiere zu besitzen. Diese Struktur führt zu Gegenparteirisiken, was ihn von traditionellen ETFs unterscheidet. Synthetische ETFs sind in Europa üblich, in den USA jedoch eingeschränkt. Die Federal Reserve hat darauf hingewiesen, dass sie riskanter sind, da sie von Gegenparteien abhängen, um Renditen zu erzielen.



Wie synthetische ETFs sich von traditionellen ETFs unterscheiden


Sowohl der ETF als auch der synthetische ETF sind relativ neue Anlageformen, die dem privaten Anleger zur Verfügung stehen. Der ETF wurde Anfang der 1990er Jahre eingeführt und erfreute sich schnell großer Beliebtheit. Es handelte sich um passiv verwaltete Indexfonds mit sehr niedrigen Verwaltungsgebühren, ähnlich wie Investmentfonds. Sie konnten jedoch den ganzen Tag über gehandelt werden, anstatt nur einmal täglich nach Börsenschluss verkauft zu werden.

Der erste synthetische ETF erschien um 2001 in Europa. Er ist dort beliebt, aber nur wenige Vermögensverwalter in den USA bieten synthetische ETFs an. Dies liegt daran, dass die US-Börsenaufsicht SEC im Jahr 2010 Vorschriften erließ, die es neuen Fonds von Vermögensverwaltern, die nicht bereits einen synthetischen ETF anbieten, untersagen.1

Die Federal Reserve hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit synthetischer ETFs. Eine Studie aus dem Jahr 2017 besagt, dass sie aufgrund des Gegenparteirisikos riskanter sind als physische ETFs.1



Verschiedene Modelle synthetischer ETFs erklärt


Synthetische ETFs sind sowohl in europäischen als auch in asiatischen Märkten verbreitet, wo Börsen zur Unterscheidung von herkömmlichen Fonds ein X vor ihren Namen setzen. Regulierungsbehörden in beiden Regionen sind besorgt, ob Anleger die Eigenschaften und Risikoprofile synthetischer ETFs vollständig verstehen. Dies hat zu zusätzlichen regulatorischen Anforderungen für die Emittenten dieser Fonds geführt.

Es gibt zwei Haupttypen synthetischer Fonds: unbesicherte und besicherte.

Bei einem unbesicherten Swap-Modell schafft der Emittent neue Anteile eines ETFs im Austausch gegen Bargeld vom autorisierten Teilnehmer. Der Anbieter verwendet das Bargeld, um einen Korb von Vermögenswerten vom Swap-Kontrahenten zu kaufen, im Austausch für die Rechte an den Gewinnen, die durch den Referenzindex erzielt werden.

Das besicherte Swap-Modell funktioniert ähnlich, aber der Sicherheitenkorb wird auf einem separaten Konto und nicht im ETF platziert. Noch wichtiger ist, dass die Sicherheiten nicht dem Referenzindex folgen müssen. Sogar die in den Sicherheiten enthaltenen Anlageklassen können von der Benchmark abweichen, obwohl sie oft stark korreliert sind.



Vorteile und Risiken einer Anlage in synthetische ETFs


Befürworter synthetischer Fonds behaupten, dass sie die Wertentwicklung eines Index besser nachbilden. Sie bieten ein wettbewerbsfähiges Angebot für Anleger, die Zugang zu entlegenen Märkten, weniger liquiden Benchmarks oder anderen schwierig umsetzbaren Strategien suchen, deren Umsetzung für traditionelle ETFs kostspielig wäre.

Kritiker synthetischer Fonds weisen auf mehrere Risiken hin, darunter Gegenparteirisiko, Sicherheitenrisiko, Liquiditätsrisiko und potenzielle Interessenkonflikte.

Per Definition erfordern synthetische ETFs die Beteiligung zweier Parteien, die beide ihren Verpflichtungen nachkommen müssen. Die Verwendung von Sicherheiten kann dazu beitragen, die Risiken zu mindern.

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