Tradingcurb
Trading Curb: Was es ist, Niveaus, Geschichte
Was ist eine Handelsunterbrechung?
Eine Handelsunterbrechung, auch "Circuit Breaker" genannt, ist die vorübergehende Aussetzung des Handels, um übermäßige Volatilität einzudämmen und die Ordnung wiederherzustellen.
Wenn eine solche Unterbrechung ausgelöst wird, sagt man, die Märkte seien "curbs in".
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Handelsunterbrechung ist eine vorübergehende Maßnahme, die den Handel stoppt; Unterbrechungen sollen Panikverkäufe an US-amerikanischen Börsen minimieren.
- Handelsunterbrechungen wurden erstmals nach dem Börsencrash am Black Monday (19. Oktober 1987) eingeführt, um negative Rückkopplungseffekte zu minimieren und die Intraday-Volatilität zu moderieren.
- Der S&P 500 Index wird für die tägliche Berechnung von drei Handelsunterbrechungsstufen verwendet, die bei Erreichen zu Handelsstopps führen würden.
Verständnis von Handelsunterbrechungen
Geregelt durch Rule 80B der Securities and Exchange Commission (SEC), ist eine Handelsunterbrechung eine vorübergehende Beschränkung des Handels mit einem bestimmten Wertpapier oder Markt, die darauf abzielt, übermäßige Volatilität zu reduzieren. Handelsunterbrechungen wurden erstmals nach dem Börsencrash am 19. Oktober 1987 (bekannt als "Black Monday") eingeführt, da man annahm, dass programmgesteuerter Handel die Hauptursache für den Absturz war. Die Regel wurde 2013 als Reaktion auf den sogenannten Flash Crash vom 6. Mai 2010 geändert.
Der Zweck von Handelsunterbrechungen ist es, dem Markt eine Verschnaufpause zu gönnen, wenn er von extremer Volatilität erschüttert wird. Vorübergehende Handelsstopps geben den Marktteilnehmern Zeit, um zu überlegen, wie sie auf große und unerwartete Bewegungen von Marktindizes oder einzelnen Wertpapieren reagieren wollen, wenn die Unterbrechungen aufgehoben werden. Die Circuit Breaker gelten für alle Aktien, Optionen und Futures an US-Börsen.
Wichtig
Einige Analysten glauben, dass Handelsunterbrechungen störend sind und den Markt künstlich volatil halten, da sie dazu führen, dass sich Aufträge auf dem Limit-Level ansammeln und die Liquidität verringern. Kritiker von Circuit Breakern argumentieren, dass der Markt, wenn man ihn ohne Unterbrechungen frei bewegen ließe, ein konsistenteres Gleichgewicht finden würde.
Stufen der Handelsunterbrechungen
Der S&P 500 Index dient als Referenzindex für die tägliche Berechnung von drei Schwellenwerten (Stufen 1, 2 und 3), die zu Handelsstopps führen.
Stufe 1 ist ein Rückgang von 7 % gegenüber dem Schlusskurs des S&P 500 Index des vorherigen Handelstages, was zu einer 15-minütigen Handelsunterbrechung führt; tritt der Rückgang von 7 % jedoch innerhalb von 35 Minuten vor Handelsschluss ein, wird keine Unterbrechung verhängt.
Stufe 2 ist ein Rückgang von 13 %, der ebenfalls eine 15-minütige Unterbrechung auslöst; ebenso würde kein Handelsstopp erfolgen, wenn der Rückgang von 13 % innerhalb von 35 Minuten vor Handelsschluss eintritt.
Stufe 3 ist ein Rückgang von 20 %, der zur Schließung der Börse für den Rest des Tages führt.
Nach den geltenden Regeln wird eine Handelsunterbrechung für ein einzelnes Wertpapier wirksam, wenn sich der Wert eines Wertpapiers, das Mitglied des S&P 500 Index, Russell 1000 Index oder QQQ ETF (Exchange-Traded Fund) ist, innerhalb von fünf Minuten um 10 % ändert, bei einem Wertpapier mit einem Preis von 1 $ pro Aktie oder mehr um 30 % und bei einem Wertpapier mit einem Preis von weniger als 1 $ pro Aktie um 50 %.
Bei einzelnen Wertpapieren können Handelsunterbrechungen ausgelöst werden, wenn der Preis steigt oder fällt. Im Gegensatz dazu werden Circuit Breaker, die sich auf breite Marktindizes beziehen, nur bei fallenden Kursen ausgelöst.
Geschichte der Handelsunterbrechungen
Am 19. Oktober 1987, bekannt als Black Monday, brachen viele Wertpapiermärkte weltweit ein und erzeugten eine Art Dominoeffekt. In den USA brach der Dow Jones Industrial Average (DJIA) – ein Index, der als allgemeiner Indikator für den Zustand des Aktienmarkts und der Wirtschaft insgesamt dient – um 508 Punkte (22,61 %) ein.
Nach diesem Crash berief der damalige Präsident Ronald Reagan ein Expertengremium ein. Reagan beauftragte sie damit, Richtlinien und Grenzen zu entwickeln, um einen erneuten totalen Marktcrash zu verhindern. Das Gremium, genannt die Brady Commission, stellte fest, dass die Ursache des Crashs ein Mangel an Kommunikation aufgrund eines schnellen Marktes war, was zu Verwirrung unter den Händlern und zum freien Fall des Marktes führte.
Um dieses Problem zu lösen, führten sie eine Vorrichtung namens Circuit Breaker (oder Handelsunterbrechung) ein, die den Handel stoppt, wenn der Markt einen bestimmten Verlustbetrag erreicht hat. Dieser vorübergehende Handelsstopp sollte den Händlern Raum geben, miteinander zu kommunizieren. Die ursprüngliche Absicht des Circuit Breakers war nicht, dramatische Ausschläge des Marktes zu verhindern, sondern Zeit für diese Kommunikation zu geben.
Seit dieser Zeit wurden weitere Handelsunterbrechungen eingeführt und kamen und gingen außer Gebrauch, darunter eine programmgesteuerte Handelsunterbrechung, die im November 2007 fünf Tage dauerte.
Handel
Aktienhandel
Aktienhandelsstrategie & Bildung