Trockener Abschluss
Trockene Abschlüsse im Immobilienwesen verstehen: Ablauf und wesentliche Unterschiede
Wichtige Erkenntnisse
- Ein trockener Abschluss erfüllt alle Anforderungen außer der Auszahlung der Mittel bei einer Immobilientransaktion.
- Im Gegensatz dazu stehen „nasse“ Abschlüsse, bei denen Gelder und Eigentumsübertragung gleichzeitig erfolgen.
- Trockene Abschlüsse treten häufig aufgrund von Verzögerungen bei der Kreditauszahlung auf.
- Einige Bundesstaaten, wie Kalifornien, erlauben Kreditgebern, trockene oder nasse Abschlüsse zu wählen.
- Trockene Abschlüsse gewährleisten Rechtmäßigkeit und Genauigkeit, bevor Mittel freigegeben werden.
Was ist ein trockener Abschluss?
Ein trockener Abschluss ist ein Immobilienabschluss, bei dem Dokumente unterzeichnet werden, die Gelder jedoch erst später ausgezahlt werden, im Gegensatz zu einem nassen Abschluss, bei dem Geld und Eigentum sofort übertragen werden.
Trockene Abschlüsse erfolgen oft aufgrund von Auszahlungsverzögerungen oder ausstehenden Dokumentenprüfungen, wobei die Mittel in der Regel innerhalb weniger Tage freigegeben werden. Regionale Praktiken und Kreditgeberregeln beeinflussen, ob ein Abschluss nass oder trocken ist.
Die Funktionsweise eines trockenen Abschlusses verstehen
Ein trockener Abschluss findet in der Regel statt, wenn es zu einer Verzögerung bei der Auszahlung des für eine Immobilientransaktion erforderlichen Darlehens gekommen ist. In der Regel sind die Mittel genehmigt und weitgehend garantiert. Während ein traditioneller Abschluss normalerweise sowohl die erforderlichen Unterlagen als auch den Austausch von Geldern umfasst, wird ein trockener Abschluss ohne Austausch von Geldern durchgeführt. Bei einem trockenen Abschluss kann es ein paar Tage – oder sogar ein paar Wochen – dauern, bis die Mittel eingezahlt werden.
Trockene Abschlüsse sind nicht ungewöhnlich. In einigen Fällen kommt es zu einem trockenen Abschluss, wenn ein Kreditgeber die Transaktion noch nicht finanziert hat. In anderen Fällen muss ein Käufer möglicherweise noch eine Bedingung gegenüber dem Kreditgeber erfüllen, oder ein Verkäufer muss ein Problem mit der Immobilie lösen, bevor ein Käufer abschließt. In jedem solchen Szenario hält ein trockener Abschluss den Abschluss offen, bis die Probleme gelöst sind und die Parteien den Abschlussprozess abschließen können.
Trockene Abschlüsse können auch vorkommen, weil Kreditgeber es vorziehen, die Abschlussdokumente zu prüfen, bevor sie Darlehensmittel freigeben. Diese Strategie setzt den Abschlussagenten unter Druck, Dokumentationsprobleme vor der Finanzierung der Hypothek zu korrigieren. Während einige Bundesstaaten nasse Abschlüsse vorschreiben, geben andere Bundesstaaten – wie Kalifornien – den Kreditgebern die Möglichkeit, entweder einen nassen oder einen trockenen Abschluss zu wählen. Die vorherrschende Meinung in diesen Bundesstaaten ist, dass trockene Abschlüsse Kreditgebern, Käufern und Verkäufern versichern, dass ein Hauskauf vor der Finanzierung rechtmäßig und vollständig ist. In Kalifornien wechseln bei einem trockenen Abschluss keine Gelder den Besitzer, bis alle Unterlagen eingereicht sind.
Käufer und Verkäufer neigen in der Regel zu nassen Abschlüssen; Käufer wollen in ihr neues Zuhause einziehen und Verkäufer ihr Geld. Käufer besitzen ihre neue Immobilie rechtlich erst dann, wenn ihre Hypothek finanziert ist, und Verkäufer haben ihre Immobilie rechtlich erst dann verkauft, wenn die Finanzierung erfolgt ist. Allerdings werden Hypotheken je nach Landespraxis oder Präferenz des Kreditgebers in der Regel sehr schnell finanziert (zwischen 24 und 48 Stunden).