Umschlag
Envelopes in der Technischen Analyse verstehen: Definition und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Envelopes sind technische Indikatoren, die zur Identifizierung von Handelsbereichen verwendet werden, indem Trendlinien über und unter dem Kurs eingezeichnet werden.
- Händler verwenden oft gleitende Durchschnitts-Envelopes, um überkaufte und überverkaufte Bedingungen zu erkennen und Handelssignale zu generieren.
- Die oberen und unteren Grenzen eines Envelopes basieren auf einem gleitenden Durchschnitt plus oder minus einem voreingestellten Prozentsatz.
- Envelopes helfen Händlern, Kauf- oder Verkaufsentscheidungen auf der Grundlage von Mean-Reversion-Prinzipien zu treffen, wenn Kurse diese Grenzen überschreiten.
- Die Kombination von Envelopes mit anderen technischen Analyseinstrumenten kann ihre Wirksamkeit bei der Identifizierung von Handelsmöglichkeiten verbessern.
Was ist ein Envelope?
Envelopes sind ein technisches Analysewerkzeug, das obere und untere Grenzen um ein Kursdiagramm zeichnet, um anzuzeigen, wenn Kurse ungewöhnlich weit von einem üblichen Bereich abweichen. Oft als gleitende Durchschnitts-Envelopes mit zwei gleitenden Durchschnittslinien konstruiert, helfen sie Händlern, überkaufte und überverkaufte Bedingungen zu erkennen und Handelsbereiche zu definieren. Händler nutzen auch das Berühren oder Durchbrechen der Envelopes, um Kauf- und Verkaufssignale zu generieren.
Die Mechanik von Envelopes verstehen
Händler können Envelopes auf viele verschiedene Arten interpretieren, aber die meisten nutzen sie zur Definition von Handelsbereichen. Wenn der Kurs die obere Grenze erreicht, gilt das Wertpapier als überkauft, und es wird ein Verkaufssignal generiert. Umgekehrt, wenn der Kurs die untere Grenze erreicht, gilt das Wertpapier als überverkauft, und es wird ein Kaufsignal generiert. Diese Strategien basieren auf Mean-Reversion-Prinzipien.
Die oberen und unteren Grenzen werden in der Regel so definiert, dass der Kurs unter normalen Bedingungen innerhalb der oberen und unteren Schwellenwerte bleibt. Bei einem volatilen Wertpapier können Händler höhere Prozentsätze verwenden, wenn sie den Envelope erstellen, um Fehlsignale (Whipsaws) zu vermeiden. Weniger volatile Wertpapiere erfordern möglicherweise niedrigere Prozentsätze, um eine ausreichende Anzahl von Handelssignalen zu erzeugen.
Envelopes werden häufig in Verbindung mit anderen Formen der technischen Analyse verwendet, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Beispielsweise können Händler potenzielle Chancen identifizieren, wenn der Kurs den Envelope verlässt, und dann Chartmuster oder Volumenkennzahlen betrachten, um zu erkennen, wann ein Wendepunkt bevorsteht. Schließlich können Wertpapiere über einen längeren Zeitraum in überkauften oder überverkauften Bedingungen gehandelt werden.
Praktisches Beispiel eines gleitenden Durchschnitts-Envelopes
Gleitende Durchschnitts-Envelopes sind die häufigste Art von Envelope-Indikatoren. Unter Verwendung eines einfachen oder exponentiellen gleitenden Durchschnitts wird ein Envelope erstellt, indem ein fester Prozentsatz definiert wird, um obere und untere Grenzen zu erzeugen.
Schauen wir uns einen fünfprozentigen einfachen gleitenden Durchschnitts-Envelope für den S&P 500 SPDR (SPY) an:
Bild von Sabrina Jiang © Investopedia 2021
Die Berechnungen für diesen Envelope sind:
Upper Bound=SMA50+SMA50∗0.05Lower Bound=SMA50−SMA50∗0.05Midpoint=SMA50where:SMA50=50-day Simple Moving Average\begin{aligned} &\text{Upper Bound} = \text{SMA}_{50} + \text{SMA}_{50}*0.05\\ &\text{Lower Bound} = \text{SMA}_{50} - \text{SMA}_{50}*0.05\\ &\text{Midpoint} = \text{SMA}_{50}\\ \\ \textbf{where:}&\\ &\text{SMA}_{50}=\text{50-day Simple Moving Average} \\ \end{aligned}where:Upper Bound=SMA50+SMA50∗0.05Lower Bound=SMA50−SMA50∗0.05Midpoint=SMA50SMA50=50-day Simple Moving Average
Händler hätten eine Short-Position in dem börsengehandelten Fonds eingehen können, wenn der Kurs die obere Spanne überschritten hätte, und eine Long-Position, wenn der Kurs unter die untere Spanne gefallen wäre. In diesen Fällen hätte der Händler von der Rückkehr zum Mittelwert in den folgenden Perioden profitiert.
Händler können Stop-Loss-Punkte bei einem festen Prozentsatz oberhalb der oberen und unteren Grenzen setzen, während Take-Profit-Punkte oft bei der Mittellinie gesetzt werden.