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Underwriting-Kosten

Underwriting-Kosten verstehen: Kosten und Auswirkungen auf die Rentabilität



Wichtige Erkenntnisse


  • Zu den Underwriting-Kosten zählen Ausgaben für Versicherungspolicen und Börsengänge (IPOs) wie Anwalts- und Buchhaltungsgebühren.
  • Die Reduzierung der Underwriting-Kosten kann die Rentabilität eines Versicherers oder einer Investmentbank steigern.
  • Kostenquoten helfen Versicherern zu bestimmen, wie viel Prämieneinnahmen für Underwriting-Kosten aufgewendet werden.
  • Etablierte Versicherer können aufgrund geringerer Werbeausgaben und der Nutzung von Skaleneffekten niedrigere Kosten haben.
  • Ausgezahlte Schadensfälle für Policen gelten nicht als Underwriting-Kosten.


Was sind Underwriting-Kosten?


Underwriting-Kosten sind Kosten und Ausgaben, die mit der Underwriting-Aktivität verbunden sind. Underwriting-Kosten umfassen eine breite Palette von Ausgaben, und die genaue Definition unterscheidet sich für Versicherer und Investmentbanken. Als bedeutende Kostenkategorie gilt: Je niedriger diese Ausgaben im Verhältnis zur Underwriting-Aktivität sind, desto höher ist die Rentabilität des Versicherers oder der Investmentbank.



Wie Underwriting-Kosten Versicherer und Investmentbanken beeinflussen


Underwriting-Kosten werden in erster Linie mit Versicherungsgesellschaften als Kosten der Geschäftstätigkeit in Verbindung gebracht, nämlich das Underwriting von Versicherungspolicen. Für einen Versicherer können Underwriting-Kosten direkte Kosten wie Gehälter, Provisionen, versicherungsmathematische Prüfungen und Inspektionen sowie indirekte Kosten wie Buchhaltungs-, Rechts- und Kundendienstkosten umfassen.

Für eine Investmentbank bezieht sich Underwriting in der Regel auf den Prozess der Übernahme von Wertpapieren für den Börsengang (IPO) eines Unternehmens. Zu den Underwriting-Kosten würden Kosten wie Due-Diligence-Aktivitäten, Forschung sowie Anwalts- und Buchhaltungsgebühren gehören.



Der Zusammenhang zwischen Underwriting-Kosten und Kostenquote


Für Versicherungsgesellschaften ermöglicht die Berechnung der Kostenquote die Bestimmung des Anteils der Versicherungsprämien (Einnahmen), der für die Zahlung von Underwriting-Kosten aufgewendet werden muss. Die Kostenquote eines Versicherers wird ermittelt, indem die Underwriting-Kosten durch die Prämien für einen bestimmten Zeitraum geteilt werden. Da die Rentabilität eines Versicherers in einem umgekehrten Verhältnis zur Kostenquote steht, bemühen sich die Versicherer, diese Quote im Rahmen zu halten, um profitabel zu bleiben.

Je nach Versicherer können die Underwriting-Kosten stark variieren. Wenn es sich um einen bekannten Versicherer handelt, muss er möglicherweise nicht so viel Werbung machen. Andererseits muss ein neues Versicherungsunternehmen erhebliche Werbeausgaben tätigen sowie Kosten für die Gründung eines neuen Unternehmens und die Zahlung höherer Gehälter und Provisionen auf sich nehmen, um Spitzenkräfte anzuziehen, die Geschäft generieren.

Einige Versicherer haben niedrige Kostenquoten aufgrund von Skaleneffekten, insbesondere durch große nationale Werbebudgets und bekannte Markennamen, die helfen, Kunden anzuziehen. Andere Versicherer setzen Direktvertriebstechniken ein, um die Versicherungsvertreter und Makler und die damit verbundenen Underwriting-Kosten zu umgehen.1

In der Kfz-Versicherungsbranche haben beispielsweise GEICO, eine Tochtergesellschaft von Berkshire Hathaway (BRK.A), und Progressive (PGR) zu ihrem eigenen langfristigen Erfolg beigetragen, indem sie den Zwischenhändler eliminierten, ähnlich wie die Direktvertriebsmethode von Dell (DELL) ihm einen Preisvorteil gegenüber Wettbewerbern verschafft. Aufgrund der Präsenz des Internets sind Direktvertriebsmethoden heute häufiger als früher.1

Es ist wichtig zu betonen, dass Schadensfälle, die Versicherungsgesellschaften für abgeschlossene Versicherungspolicen auszahlen, nicht als Underwriting-Kosten enthalten sind. Die Kosten sind ausschließlich die Kosten für den Betrieb eines Unternehmens.

Insurance Information Institute. "Background On: Buying Insurance. Evolving Distribution Channels."

Insurance Information Institute. "Background On: Buying Insurance. Evolving Distribution Channels."

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