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Ungesichert

Unbesicherte Kredite erklärt: Wie sie funktionieren, Risiken und Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Ungesicherte Kredite sind nicht durch Sicherheiten gedeckt, was sie für Kreditgeber riskanter macht.
  • Kreditgeber bewerten bei ungesicherten Krediten die Kredithistorie und das Einkommen, anstatt Sicherheiten zu verlangen.
  • Höhere Zinssätze bei ungesicherten Krediten entschädigen Kreditgeber für das erhöhte Risiko.
  • Beispiele für ungesicherte Kredite sind Privatkredite, Kreditkarten und einige Geschäftskredite.
  • Bei Zahlungsverzug können Kreditgeber zivilrechtliche Schritte einleiten, um ungesicherte Schulden einzutreiben, anders als bei der Rückforderung von Sicherheiten bei besicherten Krediten.


Was ist ungesichert?


Ungesichert bezieht sich auf eine Schuld oder Verpflichtung, die nicht durch irgendeine Art von Sicherheit gedeckt ist.

Sicherheiten sind Immobilien oder andere wertvolle Vermögenswerte, die ein Kreditnehmer anbietet, um den Kredit abzusichern, wie es bei besicherten Schulden der Fall ist. Bei einem ungesicherten Kredit vergibt der Kreditgeber Mittel basierend auf anderen Qualifikationsfaktoren des Kreditnehmers. Zu diesen Qualifikationsfaktoren gehören Kredithistorie, Einkommen, Beschäftigungsstatus und andere bestehende Schulden.



Wie ungesicherte Kredite funktionieren


Ungesicherte Kredite stellen ein hohes Risiko für Kreditgeber dar. Da es keine Sicherheiten gibt, die im Falle eines Zahlungsverzugs des Kreditnehmers als Rückgriff genommen werden können, hat der Kreditgeber nichts Wertvolles, um seine Kosten zu decken. Ein Zahlungsverzug tritt ein, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, seinen rechtlichen Verpflichtungen zur Rückzahlung einer Schuld nachzukommen. Anstatt die Sicherheiten zu fordern, muss der Kreditgeber auf zivilrechtliche Schritte zurückgreifen. Solche Schritte umfassen die Beauftragung eines Inkassobüros und die Einreichung einer Klage, um ausstehende Beträge einzutreiben.

Ungesicherte Kredite und Kreditlinien (LOC) – auch als Flex-Kredite bekannt – haben oft hohe Zinssätze. Diese Zinssätze helfen, Kreditgeber gegen Verlustrisiken abzusichern. Die häufigsten Formen ungesicherter Mittel sind Kreditkarten und Privatkredite.



Kurzer Fakt


Ungesicherte Kredite oder Kreditlinien (LOC) sind Darlehen, bei denen die Kreditvergabe ohne gleichwertige Sicherheiten erfolgt.



Vergleich von ungesicherten und besicherten Krediten


Viele Menschen sind bereits mit besicherten Krediten in Form von Hypotheken und Autokrediten vertraut. In beiden Fällen kann im Falle eines Zahlungsverzugs die Sicherheit, die den Kredit sichert, eingezogen werden. Bei Hypotheken wird dieses Ereignis als Zwangsvollstreckung (Foreclosure) bezeichnet. Sobald ein Kreditnehmer eine Zahlung versäumt hat, beginnt der Verzugsprozess. Der Dienstleister wird die rechtlichen Anforderungen auf seiner Seite erfüllen, um die Immobilie zurückzufordern, die die Hypothek gesichert hat.

Bei Auto-, Boots- oder anderen Großgerätekrediten wird dieser Prozess als Rücknahme (Repossession) bezeichnet. Sowohl bei der Zwangsvollstreckung als auch bei der Rücknahme verliert der Kreditnehmer den Gegenstand, der den Kredit sichert.

Besicherte Kredite oder Schulden haben Grenzen, die durch den Wert der angebotenen Sicherheiten festgelegt werden. Bei einer Haushypothek erhält der Kreditnehmer möglicherweise nur einen Teil des gesamten fairen Marktwerts der Immobilie. Auto-, Boots- und andere Kredite folgen ebenfalls diesem Muster.



Fallstudie: Die Herausforderungen von Zwangsvollstreckungen


Mit dem Zusammenbruch des Wohnungsmarktes im Jahr 2006 überschwemmten zwangsversteigerte Immobilien den Markt. Diese massive Zunahme von Häusern trieb den Wert aller Häuser nach unten. Vor dem Crash stiegen die Immobilienwerte exponentiell an, was eine Blase bildete. Als die Blase am Wohnungsmarkt platzte, war das Problem zweigeteilt.

Erstens führte der Überschuss an Häusern zu niedrigeren Gesamtwohnungswerten. Denn wie bei allen Produkten führt höhere Nachfrage zu höheren Preisen, während ein Überangebot die Preise nach unten drückt. Dieser Wertverlust ließ den zweiten Schuh fallen. Hausbesitzer, die sahen, dass der Wert ihrer Investition fiel, hofften zu verkaufen. Aufgrund des großen Angebots fanden sie dies oft schwierig, wenn nicht unmöglich. Sie wiederum begannen, mit ihren Hypotheken in Verzug zu geraten.

Die Banken holten sich diese Immobilien zurück und stellten dann fest, dass sie sie ebenfalls nicht verkaufen konnten. Einige dieser Banken gingen daraufhin bankrott, was ein Beispiel dafür liefert, wie selbst besicherte Kredite ein riskantes Geschäft sein können. Die Kreditvergabebedingungen haben sich seit dem Immobiliencrash von 2006 drastisch geändert, und Banken sind jetzt konservativer.

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