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Unverbürgte ADR

Unsponsored ADRs verstehen: Definition, Einschränkungen, Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Unsponsored ADRs werden ohne Zustimmung des ausländischen Unternehmens ausgegeben und handeln in der Regel außerbörslich.
  • Anleger, die unsponsored ADRs halten, erhalten möglicherweise keine Aktionärsvorteile oder Stimmrechte.
  • Depotbanken geben mehrere unsponsored ADRs aufgrund der Anlegernachfrage aus, ohne den ausländischen Emittenten zu benachrichtigen.
  • Im Jahr 2008 überarbeitete die SEC die Regeln, um unsponsored ADRs zu fördern, indem sie die Registrierung unter bestimmten Bedingungen für ausländische Emittenten erleichterte.
  • Sponsored ADRs beziehen das ausländische Unternehmen ein und können an Börsen gehandelt werden, wobei sie unterschiedliche Compliance-Stufen und Vorteile bieten.


Was ist ein Unsponsored ADR?


Ein unsponsored ADR ist ein American Depositary Receipt (ADR), der von einer Depotbank ohne Beteiligung oder Zustimmung des ausländischen Unternehmens ausgegeben wird, an dem es Eigentumsrechte repräsentiert. Unsponsored ADRs werden außerbörslich (OTC) und nicht an amerikanischen Börsen gehandelt. Im Gegensatz zu regulären ADRs und Aktien gewähren unsponsored ADRs möglicherweise keine Aktionärsvorteile und Stimmrechte.



Detaillierte Einblicke in Unsponsored ADRs


ADRs sind handelbare Zertifikate, die eine bestimmte Anzahl von Aktien eines ausländischen Unternehmens repräsentieren. ADRs werden von Banken außerhalb der USA ausgegeben und handeln wie Aktien an amerikanischen Börsen in US-Dollar. Diese Wertpapiere ermöglichen es ausländischen Unternehmen, in die amerikanischen Finanzmärkte einzutreten und amerikanisches Kapital anzuziehen. Sie bieten amerikanischen Anlegern auch eine Möglichkeit, in ausländische Unternehmen zu investieren, auf die sie sonst möglicherweise keinen Zugriff hätten.

ADRs können gesponsert sein – in Zusammenarbeit mit dem ausländischen Unternehmen ausgegeben – oder ungesponsert und ohne dessen Beteiligung ausgegeben werden.

ADRs werden in den USA ohne Zustimmung des Unternehmens aufgrund der Anlegernachfrage etabliert. Eine Depotbank kann Zertifikate ausgeben, wenn eine starke Nachfrage von Anlegern nach Eigentumsrechten an einem bestimmten Unternehmen aus dem Ausland besteht. Das ausstellende Institut ist in der Regel ein Broker-Dealer, der Stammaktien des Unternehmens hält.



Wichtig


Broker-Dealer, die Aktien ausländischer Unternehmen halten, geben in der Regel unsponsored ADRs aus.

Unsponsored ADRs werden normalerweise außerbörslich (OTC) und nicht an Börsen gehandelt. Und es gibt noch einen Haken: Inhaber von unsponsored ADRs erhalten möglicherweise keine Aktionärsvorteile oder Stimmrechte.



Kritische Überlegungen zu Unsponsored ADRs


Da Depotbanken nicht verpflichtet waren, die zugrunde liegenden Emittenten zu benachrichtigen oder eine Genehmigung einzuholen, bevor sie unsponsored ADRs bei der Securities and Exchange Commission (SEC) registrierten, kam es zu einem Ansturm auf die Markteinführung, was dazu führte, dass manchmal mehrere unsponsored ADRs für denselben Emittenten geschaffen wurden.

Die Zahl der unsponsored ADR-Emissionen stieg nach dem 10. Oktober 2008 stark an, als die SEC eine für ausländische Emittenten geltende Ausnahme änderte. Diese Ausnahme erlaubte es ihnen, ihre Wertpapiere über den US-OTC-Markt zu handeln, ohne die Registrierung gemäß Abschnitt 12(g) des SEC Act von 1934 (SEA) zu benötigen.

Diese Änderung beseitigte die Anforderungen an schriftliche Anträge und Papierunterlagen, indem sie eine automatische Ausnahme von Abschnitt 12(g) für ausländische Emittenten vorsah, die bestimmte Bedingungen erfüllten. Diese Bedingungen verlangten, dass der Emittent eine Notierung seiner Aktien an seinem primären Markt außerhalb der USA aufrechterhielt und elektronisch bestimmte nicht-amerikanische Offenlegungsdokumente auf Englisch veröffentlichte.



Vergleich von Unsponsored und Sponsored ADRs


Wie oben erwähnt, arbeiten sponsored ADRs vollständig mit dem ausländischen Unternehmen zusammen, was ihnen den direkten Zugang zu internationalen Kapitalmärkten ermöglicht. Obwohl ein sponsored ADR in den Vereinigten Staaten notiert ist, erzielt das emittierende Unternehmen seine Einnahmen und Gewinne weiterhin in seiner Heimatwährung.

Es gibt drei Stufen von sponsored ADRs:

Sponsored ADRs der Stufe I: Diese können nur außerbörslich (OTC) und nicht an einer offiziellen US-Börse gehandelt werden. Ein sponsored ADR der Stufe I ist für ausländische Unternehmen einfacher einzurichten, da es nicht die gleichen Offenlegungen oder die Einhaltung der allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätze (GAAP) erfordert. Bei sponsored ADRs der Stufe I besteht aufgrund ihrer relativen Intransparenz ein gewisses Risiko.

Sponsored ADRs der Stufe II: Diese ADRs können an einer Börse notiert werden, was bedeutet, dass sie einem breiteren Markt sichtbar sind und das Unternehmen zur Einhaltung der SEC-Vorschriften verpflichten.

Sponsored ADRs der Stufe III: Die letzte Stufe der sponsored ADRs erlaubt es Unternehmen, Aktien zur Kapitalbeschaffung auszugeben, erfordert jedoch das höchste Maß an Compliance und Offenlegung.



Kurzer Fakt


Mehr als 2.000 ADRs – sowohl gesponsert als auch ungesponsert – wurden laut SEC im Jahr 2012 in den Vereinigten Staaten gehandelt.



Praxisbeispiel: Unsponsored ADR in Aktion


Viele große globale Unternehmen nutzen unsponsored ADRs, um amerikanisches Kapital anzuziehen. Beispielsweise können amerikanische Anleger in Royal Mail PLC investieren, ein Post- und Zustelldienstunternehmen aus dem Vereinigten Königreich, das von Heinrich VIII. gegründet wurde. Das unsponsored ADR des Unternehmens wird außerbörslich (OTC) unter dem Tickersymbol ROYMY gehandelt.

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