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Varianzswap

Varianz- vs. Volatilitätsswaps: Definitionen, Unterschiede und Mechanismen



Was ist ein Varianz-Swap?


Ein Varianz-Swap ist ein Finanzderivat, das zur Absicherung oder Spekulation auf das Ausmaß einer Preisbewegung eines Basiswerts verwendet wird. Basiswerte können Wechselkurse, Zinssätze oder Indexpreise sein. Varianz ist die Differenz zwischen erwarteten und tatsächlichen Ergebnissen. Ein Varianz-Swap ähnelt einem Volatilitäts-Swap, verwendet jedoch die realisierte Volatilität anstelle der Varianz.



Wichtige Erkenntnisse


  • Varianz-Swaps beinhalten zwei Parteien, die Beträge auf Basis der Preisvolatilität eines Vermögenswerts austauschen, wobei einer auf Basis der tatsächlichen Varianz zahlt und der andere einen festen Betrag, den sogenannten Strike.
  • Diese Swaps sind nützlich zur Absicherung oder Spekulation auf Volatilität ohne das mit Optionen verbundene Richtungsrisiko und bieten eine einfachere und günstigere Alternative.
  • Im Gegensatz zu Optionen erfordern Varianz-Swaps keine zusätzlichen Absicherungsstrategien wie Delta-Hedging und werden in bar auf der Grundlage der Differenz zwischen der tatsächlichen Varianz und dem festen Strike abgerechnet.
  • Varianz-Swaps richten sich an drei Hauptgruppen: Richtungshändler, die auf Volatilitätsniveaus spekulieren, Spread-Händler, die auf realisierte versus implizite Volatilität wetten, und Absicherungshändler, die Short-Volatilitätspositionen verwalten.
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Die Mechanik von Varianz-Swaps verstehen


Ähnlich wie bei einem Plain-Vanilla-Swap zahlt bei einem Varianz-Swap eine Partei auf Basis der tatsächlichen Preisvarianz des Vermögenswerts. Die andere Partei zahlt einen festen Betrag, den Strike, der zu Beginn des Vertrags festgelegt wird. Der Strike wird in der Regel zu Beginn so festgelegt, dass der Nettobarwert (NPV) der Auszahlung null ist.

Am Ende des Vertrags ergibt sich die Nettoauszahlung an die Gegenparteien aus einem theoretischen Betrag multipliziert mit der Differenz zwischen der Varianz und einem festen Volatilitätsbetrag, bar abgerechnet. Zahlungen können während der Vertragslaufzeit erfolgen, wenn der Wert die durch Margin-Anforderungen festgelegten Grenzen überschreitet.

Mathematisch gesehen ist ein Varianz-Swap der Durchschnitt der quadrierten Abweichungen vom Mittelwert. Die Quadratwurzel der Varianz ist die Standardabweichung. Daher ist die Auszahlung eines Varianz-Swaps größer als die eines Volatilitäts-Swaps, da sie Varianz und nicht Standardabweichung verwendet.

Ein Varianz-Swap ist eine reine Wette auf die Volatilität eines Basiswerts. Auch Optionen geben einem Anleger die Möglichkeit, auf die Volatilität eines Vermögenswerts zu spekulieren. Aber Optionen tragen ein Richtungsrisiko und ihre Preise hängen von vielen Faktoren ab, darunter Zeit, Verfall und implizite Volatilität. Daher erfordert die entsprechende Optionsstrategie eine zusätzliche Risikoabsicherung. Varianz-Swaps sind auch günstiger einzugehen, da das Gegenstück einer Option ein Optionspaket (eine Reihe von Optionen) umfasst.

Es gibt drei Hauptklassen von Nutzern für Varianz-Swaps.

Richtungshändler nutzen diese Swaps, um auf das zukünftige Volatilitätsniveau eines Vermögenswerts zu spekulieren.

Spread-Händler wetten lediglich auf die Differenz zwischen realisierter und impliziter Volatilität.

Absicherungshändler nutzen Swaps, um Short-Volatilitätspositionen abzudecken.



Wichtige Merkmale von Varianz-Swaps


Varianz-Swaps sind ideal zum Spekulieren oder Absichern von Volatilität. Im Gegensatz zu Optionen benötigen sie keine zusätzliche Absicherung. Optionen benötigen möglicherweise Delta-Hedging. Die Auszahlung an den Long-Inhaber ist bei Fälligkeit positiv, wenn die realisierte Volatilität den Strike übertrifft. Händler sollten wissen, dass große Preissprünge des Basiswerts die Varianz verzerren und unerwartete Ergebnisse verursachen können.

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