top of page

Verteilungswasserfall

Distribution Waterfalls in Private Equity: Ein umfassender Leitfaden



Was ist ein Distribution Waterfall?


Distribution Waterfalls in Private Equity bieten einen strukturierten Ansatz zur Verteilung von Renditen unter Investoren, wobei vor allem General Partner und Limited Partner profitieren. Dieses gestaffelte System gewährleistet maximierte Renditen durch strategische Gewinnbeteiligung, mit bemerkenswerten Unterschieden zwischen amerikanischen und europäischen Strukturen, die die Kapitalverteilung beeinflussen. Das Verständnis dieser Mechanismen ist für Investoren, die die Komplexität von Private-Equity-Fonds effektiv navigieren möchten, unerlässlich.



Wichtige Erkenntnisse


  • Distribution Waterfalls priorisieren die Verteilung von Anlagerenditen in Private-Equity-Fonds, oft zugunsten der General Partner.
  • Das Waterfall-System umfasst aufeinanderfolgende Stufen, darunter Return of Capital, Preferred Return, Catch-up Tranche und Carried Interest.
  • Amerikanische Distribution Waterfalls kommen General Partnern durch früheren Gewinnzugriff zugute, während europäische Waterfalls zuerst die Renditen der Investoren priorisieren.
  • Das von Fonds verwendete „Two-and-Twenty“-Modell beinhaltet eine Verwaltungsgebühr von 2 % und 20 % der Gewinne über einem Benchmark für die Manager.
  • Hurdle Rates und Clawback-Bestimmungen sind wesentliche Bestandteile von Distribution Waterfalls und schützen Investoren vor übermäßigen Gebühren.
  • Erhalten Sie personalisierte, KI-gestützte Antworten, die auf über 27 Jahren vertrauenswürdiger Expertise basieren.


Die Mechanik von Distribution Waterfalls verstehen


Ein Distribution Waterfall beschreibt die Methode, nach der Kapital an die verschiedenen Investoren eines Fonds verteilt wird, wenn zugrunde liegende Anlagen mit Gewinn verkauft werden. Kapitalgewinne werden durch eine kaskadenartige Struktur aufeinanderfolgender Stufen verteilt, ähnlich einem Wasserfall. Sobald Gelder eine Stufe füllen, fließt der Überschuss zur nächsten Stufe weiter, und der Prozess setzt sich fort.

Während Waterfall-Pläne variieren können, haben sie in der Regel vier Stufen:

Return of Capital (ROC) – 100 % der Ausschüttungen gehen an die Investoren, bis diese ihre gesamten ursprünglichen Kapitaleinlagen zurückerhalten haben.

Preferred Return – 100 % der weiteren Ausschüttungen gehen an die Investoren, bis sie den Preferred Return auf ihre Investition erhalten haben. Üblicherweise liegt der Preferred Return für diese Stufe bei etwa 7 % bis 9 %.

Catch-up Tranche – 100 % der Ausschüttungen gehen an den Sponsor des Fonds, bis dieser einen bestimmten Prozentsatz der Gewinne erhält.

Carried Interest – Ein festgelegter Prozentsatz der Ausschüttungen, den der Sponsor erhält. Der in der vierten Stufe festgelegte Prozentsatz muss dem in der dritten Stufe festgelegten Prozentsatz entsprechen.

Hurdle Rates für den Plan können ebenfalls gestaffelt sein, abhängig von der Gesamthöhe des Carried Interest der General Partner. Im Allgemeinen bedeutet mehr Carried Interest eine höhere Hurdle Rate. Eine als „Clawback“ bezeichnete Funktion wird oft eingefügt, um Investoren vor überhöhten erfolgsabhängigen Gebühren zu schützen. Falls dies eintritt, muss der Manager die überschüssigen Gebühren zurückzahlen.



American vs. European Waterfall Structures: Hauptunterschiede


Details zur Mechanik von Investment-Waterfalls finden sich im Verteilungsabschnitt des Private Placement Memorandum (PPM). Es gibt zwei gängige Arten von Waterfall-Strukturen – die amerikanische, die den General Partner begünstigt, und die europäische, die investorenfreundlicher ist.

Ein amerikanischer Verteilungsplan wird auf Deal-by-Deal-Basis angewendet, nicht auf Fondebene. Der amerikanische Plan verteilt das Gesamtrisiko auf alle Deals und ist vorteilhafter für die General Partner des Fonds. Diese Struktur erlaubt es den Managern, bezahlt zu werden, bevor die Investoren ihr gesamtes investiertes Kapital und den Preferred Return erhalten, obwohl der Investor weiterhin Anspruch darauf hat.

Ein europäischer Verteilungsplan (auch Global-Stil genannt) wird auf aggregierter Fondebene angewendet. Bei diesem Plan fließen alle Ausschüttungen an die Investoren, während der Manager erst dann an Gewinnen beteiligt wird, wenn das Kapital des Investors und der Preferred Return vollständig befriedigt sind. Ein Nachteil ist, dass der Großteil der Gewinne des Managers möglicherweise erst mehrere Jahre nach der Erstinvestition realisiert wird.



Warum heißt es Distribution Waterfall?


Stellen Sie sich einen Wasserfall vor, der in vertikal angeordnete Eimer fließt. Das Wasser symbolisiert Geld, und die Eimer repräsentieren Investoren oder Partner. Das Wasser füllt zuerst den ersten Eimer. Der zweite Eimer füllt sich erst, wenn der erste vollständig voll ist und überläuft. Während das Wasser fließt, füllt es nacheinander jeden Eimer.



Was ist der Hauptunterschied zwischen einem amerikanischen und einem europäischen Distribution Waterfall?


Beim europäischen Distribution Waterfall haben Investoren Vorrang vor Fondsmanagern, während beim amerikanischen Waterfall Manager vor Investoren bezahlt werden können.



Wie werden Private Equity und Hedgefonds-Manager bezahlt?


Private Equity und Hedgefonds verwenden oft ein Two-and-Twenty-Zahlungsschema. Dabei behalten die Fondsmanager jährlich 2 % des Assets under Management (AUM) sowie 20 % aller Gewinne, die über einer bestimmten Hurdle Rate oder Benchmark erzielt werden.

bottom of page