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Vertragstheorie

Vertragstheorie verstehen: Definitionen, Mechanismen und Schlüsseltypen



Wichtige Erkenntnisse


  • Die Vertragstheorie analysiert, wie Parteien mit gegensätzlichen Interessen rechtliche Vereinbarungen treffen.
  • Die Theorie befasst sich mit Herausforderungen wie Moral Hazard, Adverse Selektion und Signaling.
  • Sie untersucht asymmetrische Informationen, wenn eine Partei mehr Wissen hat als eine andere.
  • Die Vertragstheorie ist nützlich bei der Optimierung von Mitarbeiterleistungen und der Gestaltung von Verträgen.
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Was ist Vertragstheorie?


Die Vertragstheorie ist die Untersuchung, wie Menschen und Organisationen rechtliche Vereinbarungen aufbauen und entwickeln. Sie analysiert, wie Parteien mit gegensätzlichen Interessen und unterschiedlichem Informationsstand formelle und informelle Verträge abschließen, sogar Mietverhältnisse. Die Vertragstheorie stützt sich auf Prinzipien des finanziellen und wirtschaftlichen Verhaltens, da verschiedene Parteien unterschiedliche Anreize haben, bestimmte Handlungen auszuführen oder zu unterlassen.

Sie ist auch nützlich für das Verständnis von Terminkontrakten und anderen rechtlichen Verträgen sowie deren Bestimmungen. Sie umfasst ein Verständnis von Absichtserklärungen und Memoranden of Understanding. Eine der bekanntesten Anwendungen der Vertragstheorie ist die optimale Gestaltung von Mitarbeiterleistungen.

Es wurden drei Modelle entwickelt, um festzulegen, wie Parteien unter den im Vertrag genannten Umständen angemessene Maßnahmen ergreifen können: Moral Hazard, Adverse Selektion und Signaling.



Die Mechanik der Vertragstheorie verstehen


In einer idealen Welt sollten Verträge ein klares und spezifisches Verständnis von Verantwortlichkeiten und Anforderungen bieten und das Risiko von später auftretenden Streitigkeiten oder Missverständnissen ausschließen. Das ist jedoch nicht immer der Fall.

Die Vertragstheorie umfasst das implizite Vertrauen zwischen den verschiedenen Parteien und untersucht die Bildung von Verträgen bei Vorliegen asymmetrischer Informationen, die auftreten, wenn eine Partei einer wirtschaftlichen Transaktion über größeres materielles Wissen verfügt als die andere Partei.

Eine der bekanntesten Anwendungen der Vertragstheorie ist die optimale Gestaltung von Mitarbeiterleistungen. Die Vertragstheorie untersucht das Verhalten eines Entscheidungsträgers unter bestimmten Strukturen. Unter diesen Strukturen zielt die Vertragstheorie darauf ab, einen Algorithmus einzugeben, der die Entscheidungen des Einzelnen optimiert.



Erkundung der Modelle der Vertragstheorie


Die Praxis unterteilt die Vertragstheorie in drei Modelle oder Rahmenwerke. Diese Modelle legen fest, wie die Parteien unter bestimmten im Vertrag genannten Umständen angemessene Maßnahmen ergreifen können.



Moral Hazard


Ein Moral-Hazard-Modell zeigt einen Auftraggeber, der einen Anreiz hat, riskante Verhaltensweisen zu zeigen, weil die damit verbundenen Kosten von der anderen Vertragspartei getragen werden.

Damit Moral Hazard vorliegt, müssen Informationsasymmetrie und ein Vertrag bestehen, der einer Partei die Möglichkeit bietet, ihr Verhalten zu ändern. Um Moral Hazard entgegenzuwirken, erstellen einige Unternehmen Mitarbeiterleistungsverträge, die von beobachtbaren und überprüfbaren Handlungen abhängen, um als Anreize für die Parteien zu dienen, im Interesse des Auftraggebers zu handeln.



Adverse Selektion


Ein Adverse-Selektion-Modell zeigt einen Auftraggeber, der über mehr oder bessere Informationen verfügt als die andere Vertragspartei und dadurch den Marktprozess verzerrt.

Adverse Selektion ist in der Versicherungsbranche üblich. Einige Versicherer gewähren Versicherungsschutz für Versicherungsnehmer, die während des Antragsprozesses wertvolle Informationen zurückhalten, um Schutz zu erhalten. Ohne asymmetrische Informationen wären diese Versicherungsnehmer wahrscheinlich nicht versichert oder zu ungünstigen Konditionen versichert.



Signaling


Das Signaling-Modell liegt vor, wenn eine Partei dem Auftraggeber angemessen Wissen und Eigenschaften über sich selbst vermittelt. In der Wirtschaft umfasst Signaling die Übertragung von Informationen von einer Partei zur anderen. Der Zweck dieser Übertragung ist es, bei einem bestimmten Vertrag oder einer Vereinbarung gegenseitige Zufriedenheit zu erreichen.



Entwicklung und Auswirkungen der Vertragstheorie


Kenneth Arrow führte in den 1960er Jahren die erste formale Forschung zu diesem Thema im Bereich der Wirtschaftswissenschaften durch.1 Da die Vertragstheorie sowohl Verhaltensanreize eines Auftraggebers als auch eines Agenten berücksichtigt, fällt sie in ein Gebiet, das als Recht und Ökonomie bekannt ist. Dieses Studiengebiet wird auch als ökonomische Analyse des Rechts bezeichnet.

Im Jahr 2016 erhielten die Ökonomen Oliver Hart und Bengt Holmström den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für ihre Beiträge zur Vertragstheorie.2 Die beiden wurden dafür gelobt, dass sie "viele ihrer Anwendungen" erforscht und "die Vertragstheorie als ein fruchtbares Feld der Grundlagenforschung" etabliert haben.3

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