Vorausschauend
Verständnis zukunftsgerichteter Aussagen: Bedeutung und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- „Zukunftsgerichtete“ bezieht sich auf Prognosen über zukünftige Geschäftsbedingungen, die von Unternehmen erstellt werden.
- Diese Aussagen helfen Aktionären bei der Entscheidung, wann sie Aktien kaufen oder verkaufen.
- Unternehmen fügen rechtliche Haftungsausschlüsse hinzu, die besagen, dass zukunftsgerichtete Aussagen spekulativ sind.
- Der Private Securities Litigation Reform Act bietet Schutz vor Wertpapierklagen im Zusammenhang mit diesen Aussagen.
Was bedeutet zukunftsgerichtet?
Zukunftsgerichtete Aussagen sind Prognosen über zukünftige Geschäftsbedingungen, die von börsennotierten Unternehmen erstellt werden, um die Entscheidungen der Anleger zu leiten.
Da diese Aussagen spekulativ sind, geben Unternehmen rechtliche Haftungsausschlüsse heraus und befolgen die Schutzbestimmungen des Private Securities Litigation Reform Act. Sie bieten Einblicke in die Erwartungen des Managements, weisen jedoch darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen können.
Wichtig
Einige Unternehmen geben vierteljährlich eine Prognose ab; andere jährlich, wobei das erstere Modell eher genauere Daten liefert.
Wie zukunftsgerichtete Aussagen Anleger informieren
Viele Unternehmen geben Haftungsausschlüsse heraus, wenn sie zukunftsgerichtete Aussagen machen. Trotz des stillschweigenden Verständnisses, dass bestimmte Aussagen größtenteils spekulativer Natur sind, schreibt die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) vor, dass börsennotierte Unternehmen diesen Haftungsausschluss in alle veröffentlichten Management-Materialien für Anleger aufnehmen.
Diese Anforderung unterstreicht, dass Aktionäre im Allgemeinen keine rechtlichen Schritte gegen das Management eines Unternehmens einleiten können, die sich als ungenau erweisen.
Veranschaulichung zukunftsgerichteter Haftungsausschlüsse anhand eines Beispiels
Ein Beispiel für einen Haftungsausschluss zu einer zukunftsgerichteten Aussage findet sich im Bereich Investor Relations der Website von General Electric (GE). Zusammenfassend besagt ihr Haftungsausschluss, dass alle öffentlichen Mitteilungen und SEC-Einreichungen von General Electric „zukunftsgerichtete Aussagen“ über die zukünftigen Umsätze, das organische Wachstum, die Cashflows, die Cash-Conversion-Raten, die Pensionsbeiträge und den Gewinn pro Aktie des Unternehmens enthalten können, die sich letztlich alle nicht bewahrheiten könnten.
Das Management kann auch zu neuen Vorschriften und der US-Steuerreform Stellung nehmen, die ebenfalls mit Vorsicht zu genießen sind. All diese Behauptungen und viele weitere Erklärungen in zukunftsgerichteten Aussagen könnten sich nicht bewahrheiten, aber sie sind wertvoll, weil sie ein Fenster dazu bieten, wie das Management das Geschäftsumfeld, die Position des Unternehmens in diesem Umfeld und seine Ziele für zukünftiges Wachstum und Wandel betrachtet.
Auswirkungen des Private Securities Litigation Reform Act auf zukunftsgerichtete Aussagen
In den Vereinigten Staaten bietet der Private Securities Litigation Reform Act von 1995 (PSLRA) bestimmte Safe-Harbor-Bestimmungen gegen betrügerische Forderungen, die sich auf zukunftsgerichtete Aussagen beziehen. Ursprünglich verabschiedet, um frivole oder unbegründete Wertpapierklagen einzudämmen, verlangte der PSLRA von den Klägern, die spezifischen betrügerischen Aussagen zu nennen, die die beklagte Partei angeblich getätigt hatte.
Insbesondere hat der Oberste Gerichtshof der USA mehrere Elemente beschrieben, die ein Kläger unter dem PSLRA nachweisen muss, wie zum Beispiel:
Der Beklagte hat eine wesentliche Falschdarstellung oder Unterlassung begangen
Die vorgenannte Falschdarstellung steht in direktem Zusammenhang mit dem Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers
Nachweis der Verlustursächlichkeit, was bedeutet, dass die Transaktion zu einem Verlust von Vermögenswerten geführt hat