Voreingenommenheit
Verständnis der gängigen Arten von Bias beim Investieren
Wichtige Erkenntnisse
- Bias kann dazu führen, dass Anleger Beweise ignorieren, die ihren Annahmen widersprechen, und die Entscheidungsfindung verzerren.
- Emotionale und kognitive Biases sind zwei Haupttypen, die Anleger managen müssen.
- Repräsentativitäts-Bias kann zu Schnellurteilen führen, die auf wahrgenommenen Ähnlichkeiten mit früheren Situationen basieren.
- Overconfidence-Bias fügt Investitionsentscheidungen Irrationalität hinzu und unterschätzt oft Risiken.
- Der Dispositionseffekt führt dazu, dass Anleger Gewinneraktien vorzeitig verkaufen und unterdurchschnittliche Aktien behalten.
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Was ist Bias?
Im Investmentbereich bezieht sich der Begriff "Bias" auf eine irrationale Annahme oder Überzeugung, die die Fähigkeit eines Anlegers verzerrt, eine Entscheidung auf der Grundlage von Fakten und Beweisen zu treffen.
Anleger stehen vor zwei bedeutenden Bias-Herausforderungen: emotional und kognitiv. Emotionale Biases beinhalten typischerweise spontane Entscheidungen, die auf persönlichen Gefühlen und anderen psychologischen Faktoren basieren, während kognitive Biases Entscheidungen beinhalten, die auf etablierten Konzepten beruhen, die zutreffend sein können oder nicht. Das Erkennen und Managen beider Biases führt zu besseren Anlageentscheidungen.
Lesen Sie weiter, um mehr über die mehr als ein Dutzend Bias-Arten zu erfahren, die Psychologen gefunden haben, wie Bestätigungs-Bias, Repräsentativitäts-Bias und Status-Quo-Bias, die das Urteilsvermögen eines Anlegers trüben können.1 Bias kann sowohl unterbewusst als auch irrational sein. Es ist eine einzigartig menschliche Schwäche, und da Anleger Menschen sind, können auch sie davon betroffen sein.
Wie Bias Investitionsentscheidungen beeinflusst
Bias verzerrt nicht nur die Entscheidungsfindung auf der Grundlage von Fakten, sondern ignoriert auch Beweise, die seinen Annahmen widersprechen. Bias kann bewusst oder unbewusst sein. Wenn Anleger danach handeln, ignorieren sie Beweise, die ihren Überzeugungen widersprechen.
Kluge Anleger vermeiden emotionale und kognitive Biases und treffen Entscheidungen auf der Grundlage verfügbarer Daten.
Wichtig
Sich auf Bias statt auf harte Daten zu verlassen, kann kostspielig sein.
Die wichtigsten Anlage-Biases, die es zu vermeiden gilt
Psychologen haben eine Reihe von Bias-Arten identifiziert, die für Anleger relevant sind:
Repräsentativitäts-Bias kann zu Schnellurteilen führen, die auf der Ähnlichkeit einer Situation mit einem früheren Ereignis basieren.
Kognitive Dissonanz führt zur Vermeidung unangenehmer Tatsachen, die den eigenen Überzeugungen widersprechen.
Illusion-der-Kontrolle-Bias ist ein kognitiver Glaube, bei dem Anleger ihre Fähigkeit überschätzen, Ergebnisse zu beeinflussen.
Heimatland-Bias und Vertrautheits-Bias führen zur Vermeidung von allem außerhalb der eigenen Komfortzone.
Bestätigungs-Bias beschreibt, wie Menschen natürlicherweise Informationen bevorzugen, die ihre zuvor bestehenden Überzeugungen bestätigen.
Drei Arten von Bias – Stimmungs-, Optimismus- oder Pessimismus- und Overconfidence-Biases – fügen der Entscheidungsfindung Emotion und Irrationalität hinzu.
Der Besitztumseffekt führt dazu, dass Menschen ihre Besitztümer allein deshalb überbewerten, weil sie sie besitzen.
Status-Quo-Bias ist Widerstand gegen Veränderung.
Ergebnis-Bias nimmt an, dass ein zukünftiges Ergebnis auf der Grundlage früherer Ereignisse eintreten wird, ohne zu berücksichtigen, wie sich diese vergangenen Ereignisse entwickelt haben.
Referenzpunkt-Bias und Anker-Bias sind Tendenzen, einen Gegenstand im Vergleich zu einem anderen zu bewerten, anstatt unabhängig.
Das Gesetz der kleinen Zahlen ist das Vertrauen auf eine zu kleine Stichprobengröße, um eine Entscheidung zu treffen.
Mentale Buchführung ist eine irrationale Einstellung zum Ausgeben und Bewerten von Geld.
Der Dispositionseffekt ist die Tendenz, Investitionen zu verkaufen, die gut laufen, und Verlierer zu behalten.
Bindungs-Bias ist eine Trübung des Urteilsvermögens, wenn die eigenen Interessen oder die Interessen einer nahestehenden Person betroffen sind.
Wechselndes Risikopräferenz ist der fatale Fehler des Spielers: Ein kleines Risiko, unabhängig vom Ergebnis, schafft eine Bereitschaft, immer größere Risiken einzugehen.
Medien-Bias und Internetinformations-Bias repräsentieren die unkritische Akzeptanz weit verbreiteter Meinungen und Annahmen.
Bias in der Praxis: Anlagefehler, auf die man achten sollte
Bias kann in der Art und Weise gesehen werden, wie Menschen investieren. Zum Beispiel kann der Besitztums-Bias dazu führen, dass Anleger den Wert einer Investition allein deshalb überschätzen, weil sie sie gekauft haben. Wenn die Investition Geld verliert, bestehen sie darauf, dass sie recht haben und der Markt seinen Fehler sicher korrigieren wird. Sie können diesen Glauben verstärken, indem sie alle Gründe überprüfen, warum sie den gezahlten Preis wert war, und ignorieren, warum ihr Wert gefallen ist. Ein Anleger mit implizitem Bias könnte eine ansonsten profitable Investition aufgrund negativer Vorurteile darüber, wo das Unternehmen ansässig ist oder seiner Haltung zu öffentlichen Themen, umgehen.
Rationale Anleger prüfen alle positiven und negativen Daten, um objektive Anlageentscheidungen zu treffen.