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Was ist der Wealth Added Index (WAI) und wie er den Shareholder Value steigert
Wichtige Erkenntnisse
- Der Wealth Added Index (WAI) misst den Aktionärswert, indem er die Unternehmensrenditen mit den Eigenkapitalkosten vergleicht.
- WAI berücksichtigt sowohl die vergangene Leistung als auch die Zukunftsaussichten, im Gegensatz zum Economic Value Added (EVA).
- Ein Unternehmen schafft Wert, wenn seine Renditen die Eigenkapitalkosten übersteigen; andernfalls kann es Wert vernichten.
- WAI ermöglicht länderübergreifende Vergleiche, indem es sich auf Aktienkurs und Dividenden konzentriert, nicht auf lokale Rechnungslegungsstandards.
- WAI hebt die risikoadjustierten Renditen eines Unternehmens im Vergleich zu risikofreien Anlagen wie Staatsanleihen hervor.
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Was ist der Wealth Added Index (WAI)??
Der Wealth Added Index (WAI) ist eine von Stern Value Management entwickelte Kennzahl, die misst, ob ein Unternehmen Aktionärswert schafft oder vernichtet, indem die Gesamtrenditen mit den Eigenkapitalkosten verglichen werden. WAI hilft bei der Lenkung von Investitionsentscheidungen, indem es zeigt, ob Aktienkursgewinne und Dividenden die Eigenkapitalkosten übersteigen. Im Gegensatz zum Economic Value Added spiegelt er sowohl historische Ergebnisse als auch erwartete Leistung wider, was eine zukunftsorientierte Sicht auf die Wertschöpfung bietet.
Wie der Wealth Added Index (WAI) den Aktionärswert steigert
Die konzeptionelle Grundlage des Wealth Added Index ist, dass die Eigenkapitalkosten eines Unternehmens höher sein sollten als die Rendite, die mit risikofreien Wertpapieren wie Staatsanleihen erzielt werden kann, da ein Unternehmen risikoreicher ist (je größer das Risiko, das ein Investor eingeht, desto höher die erforderliche Rendite). Wenn die Renditen eines Unternehmens seine Eigenkapitalkosten nicht übersteigen, sollten die Aktionäre ihr Geld anderswo anlegen. Mit anderen Worten: Laut WAI vernichtet das Unternehmen tatsächlich Aktionärswert, wenn die Rendite geringer ist als die Eigenkapitalkosten; wenn die Rendite die Eigenkapitalkosten übersteigt, schafft das Unternehmen Vermögen für seine Aktionäre.
Die Rolle der Eigenkapitalkosten im Wealth Added Index (WAI)
WAI ähnelt dem Economic Value Added (EVA), einem weiteren Maß von Stern Value Management, da die Kapitalkosten mit den Renditen verglichen werden. Traditionelle buchhalterische Renditekennzahlen wie die Eigenkapitalrendite (ROE) und die Gesamtkapitalrendite (ROA) berücksichtigen nicht die andere Seite – die Kapitalkosten, um diese Renditen über einen bestimmten Zeitraum zu erzielen. Ein Unternehmen kann beispielsweise eine hohe ROE aufweisen, aber wenn die Kapitalkosten zur Erzielung dieser ROE sogar noch höher waren, dann wurde der Wert vom Unternehmen vernichtet.
Wealth Added Index (WAI) vs. Economic Value Added (EVA): Hauptunterschiede
Es gibt jedoch zwei wesentliche Unterschiede zwischen WAI und EVA. Erstens und am wichtigsten: EVA ist vergangenheitsorientiert und berechnet nur bereits eingetretene Ergebnisse. WAI hingegen berücksichtigt sowohl die bisherige Aktienkursentwicklung als auch die zukünftige Performance. Da der Eigenkapitalwert eines Unternehmens der Barwert aller zukünftigen Cashflows ist, spiegelt der aktuelle Aktienkurs eines Unternehmens die zukünftige Aussicht auf Wertschöpfung oder Vermögenszuwachs wider. Zweitens ist EVA bei länderübergreifenden Vergleichen eingeschränkt, da es auf den Rechnungslegungsmethoden der einzelnen Länder basiert. Daher ist beispielsweise der EVA eines Versorgungsunternehmens in den USA nicht direkt mit dem EVA eines Versorgungsunternehmens in Spanien vergleichbar, da unterschiedliche Rechnungslegungsstandards zur Ermittlung der ausgewiesenen Gewinne verwendet werden. Mit einem Fokus auf die Bewegung des Aktienkurses und der Dividenden, die überall leicht für die Berechnung verfügbar sind, kann WAI diese Einschränkung überwinden.