Wirtschaftsflüchtling
Wirtschaftsflüchtlinge verstehen: Definition, Vorteile und Herausforderungen
Wichtige Erkenntnisse
- Wirtschaftsflüchtlinge verlassen ihre Länder auf der Suche nach besseren Jobchancen und Lebensstandards.
- Ihnen fehlt oft der rechtliche Flüchtlingsstatus, der für diejenigen reserviert ist, die vor Gewalt fliehen.
- Wirtschaftsflüchtlinge können zur Wirtschaft beitragen, indem sie mehr Steuern zahlen, als sie an Sozialleistungen erhalten.
- Kritiker argumentieren, dass sie um Arbeitsplätze konkurrieren könnten, was zu Arbeitslosigkeit und niedrigeren Löhnen führt.
- Befürworter betonen die kulturelle Vielfalt und die humanitären Vorteile, die sie mitbringen können.
Was ist ein Wirtschaftsflüchtling?
Ein Wirtschaftsflüchtling ist eine Person, die in ihrem eigenen Land wenig Chancen sieht, der Armut zu entkommen, und es daher verlässt, um anderswo bessere Jobchancen und einen höheren Lebensstandard zu suchen. Wirtschaftsflüchtlinge sind oft keine legalen Flüchtlinge, ein Status, der denjenigen vorbehalten ist, die vor Gewalt oder Konflikten fliehen.
Wirtschaftsflüchtlinge: Rechtliche und soziale Überlegungen
Traditionell ist ein Flüchtling jemand, der in einem fremden Land Asyl erhält, weil er in seinem Heimatland aufgrund lebensbedrohlicher politischer oder religiöser Verfolgung bedroht ist. Da die meisten Länder Grenzkontrollen haben, die einschränken, wer einreisen, arbeiten und sich dort aufhalten darf, kann eine Person nicht einfach in das Land seiner oder ihrer Wahl ziehen. Man muss entweder von der Regierung die Erlaubnis erhalten oder versuchen, illegal in das Land einzureisen und dort zu leben, ohne negativ mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. In den Vereinigten Staaten regelt der Refugee Act, der 1980 vom Kongress verabschiedet wurde, wie Flüchtlinge aufgenommen und überprüft werden.
Vorteile von Wirtschaftsflüchtlingen: Wirtschaftliche, humanitäre und kulturelle Perspektiven
Wirtschaftlicher Nutzen: Eine Studie, die Daten aus der American Community Survey des US Census Bureau verwendete, ergab, dass zwischen 1990 und 2014 der durchschnittliche Flüchtling 21.000 Dollar mehr an Steuern gezahlt hatte, als er an Sozialleistungen von der Regierung erhalten hatte. Die Studie zeigte auch, dass Flüchtlinge, die vor dem 15. Lebensjahr ankamen, die High School abschlossen und das College in ähnlichem Maße besuchten wie gebürtige US-Bürger.1
Humanitär: Befürworter von Wirtschaftsflüchtlingen argumentieren, dass ihnen aus Mitgefühl Asyl in entwickelten Ländern gewährt werden sollte. Sie glauben, dass jeder Mensch ein Recht auf sichere Unterkunft, Bildung und Beschäftigungsmöglichkeiten hat. Um mehr darüber zu erfahren, wie große Unternehmen Wirtschaftsflüchtlingen Arbeitsplätze bieten, siehe: Starbucks will 10.000 Flüchtlinge in 75 Ländern einstellen.
Vielfalt: Wirtschaftsflüchtlinge können Multikulturalismus und Vielfalt in ihr Aufnahmeland bringen. Sie können neue Speisen und Bräuche einführen, die die bestehende Kultur bereichern. Beispielsweise könnte ein Wirtschaftsflüchtling ein Restaurant eröffnen, das eine traditionelle Speisekarte aus seiner Heimat anbietet.
Herausforderungen durch Wirtschaftsflüchtlinge: Bedenken hinsichtlich Beschäftigung, Assimilation und Kriminalität
Beschäftigung: Kritiker von Wirtschaftsflüchtlingen argumentieren, dass sie zu steigender Arbeitslosigkeit und sinkenden Löhnen führen könnten, insbesondere wenn sie hochqualifiziert sind und in einem schwachen Arbeitsmarkt eine Beschäftigung suchen.
Mangelnde Assimilation: Wirtschaftsflüchtlinge übernehmen möglicherweise nicht die lokalen Bräuche und Traditionen ihres Aufnahmelandes. Mangelnde Assimilation könnte zu zusätzlichem Druck auf das Sozialsystem führen.
Erhöhte Kriminalität: Manche Menschen glauben, dass Wirtschaftsflüchtlinge, die keine Arbeit finden, eher in Kriminalität verwickelt werden, wie Drogenhandel oder Menschenschmuggel illegaler Flüchtlinge.