Zbb
Nullbasiertes Budgetieren meistern: Ein umfassender Leitfaden
Wichtige Erkenntnisse
- Zero-Based Budgeting erfordert, dass jede Ausgabe für jede Periode gerechtfertigt wird, beginnend von einer „Nullbasis".
- Diese Budgetierungsmethode kann Kosten senken, indem automatische Erhöhungen auf Grundlage vorheriger Budgets vermieden werden.
- Zero-Based Budgeting ist zeitaufwändig, bietet jedoch detaillierte Einblicke im Vergleich zur traditionellen inkrementellen Budgetierung.
- Es begünstigt tendenziell Abteilungen, die direkte Einnahmen generieren, und könnte langfristige Projekte wie Forschung und Entwicklung unterfinanzieren.
- Obwohl hauptsächlich von Unternehmen genutzt, kann Zero-Based Budgeting auch für Einzelpersonen und Familien vorteilhaft sein.
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Was ist Zero-Based Budgeting (ZBB)?
Zero-Based Budgeting (ZBB) ist eine intensive Budgetierungstechnik, die erfordert, dass alle Ausgaben für jede neue Periode von einer „Nullbasis" aus gerechtfertigt werden. Im Gegensatz zur traditionellen Budgetierung, die in der Regel auf vorherigen Budgets aufbaut, analysiert und rechtfertigt ZBB jede einzelne Kostenposition und konzentriert sich dabei auf strategische Ziele und finanzielle Effizienz. Obwohl ZBB hauptsächlich von Unternehmen eingesetzt wird, um unnötige Ausgaben zu identifizieren und zu streichen, können auch Einzelpersonen und Familien ZBB nutzen, um ihre finanziellen Entscheidungen zu verbessern.
Mira Norian / Investopedia
Implementierung von Zero-Based Budgeting in Organisationen
Zero-Based Budgeting hilft dabei, übergeordnete Ziele mit spezifischen Bereichen einer Organisation während des Budgetierungsprozesses in Einklang zu bringen. Kosten werden gruppiert und mit früheren Ergebnissen sowie aktuellen Erwartungen verglichen.
Zero-Based Budgeting kann über Jahre hinweg fortlaufend angewendet werden, wobei aufgrund seiner detaillierten Natur jeweils nur wenige Funktionsbereiche überprüft werden. Es kann helfen, Kosten zu senken, indem pauschale Budgetänderungen vermieden werden, ist jedoch zeitaufwändiger als die traditionelle Budgetierung.1
Wichtig
Diese Praxis begünstigt Bereiche mit direkten Einnahmen oder Produktion, da deren Beiträge leichter zu rechtfertigen sind als die von Abteilungen wie Kundenservice und Forschung und Entwicklung.
Obwohl hauptsächlich in Unternehmen eingesetzt, können auch Einzelpersonen und Familien Zero-Based Budgeting anwenden.
Vergleich von Zero-Based Budgeting und traditioneller Budgetierung
Die traditionelle Budgetierung beinhaltet typischerweise inkrementelle Erhöhungen, wie z. B. eine 2-prozentige Steigerung der Ausgaben gegenüber früheren Budgets. Zero-Based Budgeting erfordert eine Rechtfertigung sowohl alter als auch neuer Ausgaben.
Die traditionelle Budgetierung analysiert zudem nur neue Ausgaben. ZBB beginnt bei Null und verlangt eine Rechtfertigung alter, wiederkehrender Ausgaben zusätzlich zu neuen Ausgaben. Zero-Based Budgeting zielt darauf ab, die Verantwortung für die Rechtfertigung von Ausgaben auf die Manager zu übertragen. Es schafft Mehrwert für eine Organisation, indem es Kosten optimiert, nicht nur Einnahmen.
Praktisches Beispiel für Zero-Based Budgeting
Stellen Sie sich ein Bauunternehmen vor, das Zero-Based Budgeting einsetzt, um seine Fertigungskosten genau zu prüfen. Das Unternehmen stellt fest, dass die Kosten für einige ausgelagerte Teile jährlich um 5 % steigen.
Das Unternehmen könnte diese Teile mit eigenen Mitarbeitern selbst herstellen. Es stellt fest, dass es nach Abwägung der Vor- und Nachteile der Eigenfertigung die Teile günstiger herstellen kann als der externe Lieferant.
Das Unternehmen kann eine Situation identifizieren, in der es entscheiden kann, das Teil selbst herzustellen oder das Teil von einem externen Lieferanten für seine Endprodukte zu kaufen, anstatt das Budget blind um einen bestimmten Prozentsatz zu erhöhen und die Kostensteigerung zu verschleiern.
Die traditionelle Budgetierung ermöglicht es möglicherweise nicht, Kostentreiber innerhalb der Abteilungen zu identifizieren, aber Zero-Based Budgeting ist ein detaillierterer Prozess, der darauf abzielt, Ausgaben zu identifizieren und zu rechtfertigen. Zero-Based Budgeting ist jedoch auch aufwändiger, sodass die Kosten des Prozesses selbst gegen die Einsparungen, die er identifizieren könnte, abgewogen werden müssen.
Was ist Zero-Based Budgeting?
Zero-Based Budgeting wurde Ende der 1960er Jahre vom ehemaligen Texas Instruments-Account-Manager Peter Pyhrr entwickelt.2
Zero-Based Budgeting beginnt bei Null, anders als die traditionelle Budgetierung. Es rechtfertigt jede Ausgabe für einen Berichtszeitraum.
Zero-Based Budgeting beginnt von Grund auf, analysiert jedes einzelne Detailbedürfnis des Unternehmens, anstatt die inkrementellen Budgetsteigerungen der traditionellen Budgetierung zu verwenden. Dies ermöglicht im Wesentlichen einen strategischen, Top-Down-Ansatz zur Analyse der Leistung eines bestimmten Projekts.
Was sind die Vorteile von Zero-Based Budgeting?
Zero-Based Budgeting bietet mehrere Vorteile, darunter fokussierte Abläufe, niedrigere Kosten, Budgetflexibilität und strategische Umsetzung. Die umsatzstärksten Abläufe rücken stärker in den Fokus, wenn Manager darüber nachdenken, wie jeder Dollar ausgegeben wird. Zero-Based Budgeting kann Kosten senken, indem es die bei der inkrementellen Budgetierung auftretende Fehlallokation von Ressourcen verhindert.
Was sind die Nachteile von Zero-Based Budgeting?
Zero-Based Budgeting hat mehrere Nachteile. Es ist zeit- und ressourcenintensiv. Der Zeitaufwand könnte sich nicht lohnen, da jedes Mal ein neues Budget erstellt wird. Die Verwendung einer modifizierten Budgetvorlage könnte sich als vorteilhafter erweisen.3
ZBB könnte eine kurzfristige Perspektive begünstigen, indem es mehr Ressourcen für die umsatzstärksten Abläufe bereitstellt. Infolgedessen könnten Bereiche wie Forschung und Entwicklung oder langfristige Projekte übersehen werden.