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Zessionsprovision

Zessionsprovision erklärt: Definition, Zweck und Berechnung



Was ist eine Zessionsprovision?


Eine Zessionsprovision ist eine Gebühr, die von einem Rückversicherungsunternehmen an die zedierende Gesellschaft für Verwaltungs-, Zeichnungs- und Geschäftsakquisitionskosten gezahlt wird. Die Provision hilft der zedierenden Gesellschaft auch dabei, Schadenrückstellungsmittel auszugleichen.

Rückversicherung ermöglicht es Versicherern, das Risiko zu streuen, indem sie einige Policen an andere, in der Regel kleinere Unternehmen abtreten. Große Unternehmen nutzen Rückversicherer, um die Risikowerte in ihren Büchern zu reduzieren und sich den Abschluss zusätzlicher Verträge zu ermöglichen.

Der Rückversicherer sammelt Prämien von den Versicherungsnehmern und gibt einen Teil mit der Zessionsprovision an die zedierende Gesellschaft zurück. Die zedierende Gesellschaft kann einige oder alle ihrer Portfoliorisiken an ein Rückversicherungsunternehmen abtreten, wobei sie Zessionsprovisionen zur Risikosteuerung verwendet. Die Rentabilität des Unternehmens kann dann anhand von Faktoren wie der Combined Ratio gemessen werden.



Wichtige Erkenntnisse


  • Eine Zessionsprovision entschädigt die zedierende Gesellschaft für Kosten wie Verwaltung und Zeichnung durch vom Rückversicherer gezahlte Gebühren.
  • In der Rückversicherung können Versicherer Verträge wie proportionale Vereinbarungen oder Quotenanteile nutzen, um Prämien und Risiken zu verteilen.
  • Die Provision wird oft als Prozentsatz berechnet und kann je nach tatsächlichen Schadenereignissen variieren.
  • Die Zessionsprovision hilft, verlorene Prämienmittel auszugleichen und trägt zur finanziellen Stabilität der zedierenden Gesellschaft bei.
  • Die Combined Ratio, die Ausgaben und Zessionsprovisionen umfasst, bewertet die Rentabilität von Rückversicherungsverträgen.


Wie Zessionsprovisionen in der Rückversicherung funktionieren


Versicherungsunternehmen, die ihr Risiko durch Rückversicherung reduzieren möchten, schließen häufig einen proportionalen Vertrag ab, auch als Pro-rata-Vertrag bekannt. In einer proportionalen Vereinbarung teilen sich die zedierende Gesellschaft und der Rückversicherer sowohl die Prämienzahlung als auch die Deckung von Schadenverlusten auf Basis eines vereinbarten Prozentsatzes. Beispielsweise kann ein zedierender Versicherer 60 % der Prämie und des Risikos behalten, während er 40 % abgibt.

Alternativ kann der Versicherer eine Quotenanteilsvereinbarung nutzen. Bei dieser Methode erklärt sich der Rückversicherer bereit, einen festen Prozentsatz der möglichen Schadenverluste zu übernehmen, bevor die zedierende Gesellschaft haftbar wird. In diesem Beispiel verwendet die zedierende Gesellschaft einen Quotenanteil von 60 % und behält nur 40 % der gezahlten Prämien und deckt nur 40 % eines Schadens. Der Rückversicherer erhält 60 % der Prämie und muss 60 % aller Schäden decken. Die meisten Quotenanteilsvereinbarungen enthalten einen maximalen Dollarbetrag für Schäden, für deren Deckung der Rückversicherer verantwortlich ist.



Berechnung von Zessionsprovisionen: Methoden und Formeln


Zessionsprovisionen sind Teil des Rückversicherungsvertrags und werden in der Regel als Prozentsatz angegeben. Der Vertrag enthält auch Inkrafttretensdaten, zu denen die Vereinbarung erneuert oder umstrukturiert werden kann. Die Berechnung der Provision hilft dem zedierenden Versicherer, einen Teil der Kosten auszugleichen, die ihm bei der Zeichnung der Police entstanden sind. Darüber hinaus hilft die Zessionsprovision, verlorene Prämienmittel zu kompensieren, die die zedierende Gesellschaft als Reserve für die Deckung eines Schadens zurückgehalten hätte.

Rückversicherungsverträge können die Zessionsprovision auch auf einer gleitenden Skala berechnen, die an die tatsächlichen Schadenereignisse gekoppelt ist. Diese Regelung umfasst typischerweise einen maximalen und einen minimalen Provisionssatz. Die gleitende Provisionsgebühr sinkt, wenn die Schadenquote steigt.



Auswirkungen von Zessionsprovisionen auf die Gewinne von Versicherungsunternehmen


Versicherer treffen Entscheidungen und bewerten die Rentabilität anhand der Combined Ratio. Diese Kennzahl setzt sich aus allen Zeichnungsverlusten und -aufwendungen dividiert durch die verdienten Prämien zusammen. Diese Quote hilft einem Unternehmen zu entscheiden, ob ein Rückversicherungsvertrag rentabel ist. Zu den Aufwendungen gehören allgemeine Gemeinkosten, Maklergebühren, Zessionsprovisionen und andere Kosten.

Aktuare betrachten die Combined Ratio und nutzen sie, um zu bestimmen, ob die Bedingungen des Rückversicherungsvertrags eine akzeptable Rendite bieten.

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