Zwangseinlösbare Aktien
Zwingend rückzahlbare Aktien: Wichtige Fakten und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Zwangsweise rückkaufbare Aktien erfordern eine Rückzahlung in bar oder in Form von Vermögenswerten zu einem festgelegten Zeitpunkt oder ausgelöst durch ein bestimmtes Ereignis.
- Diese Aktien haben eine eingebaute Call-Option, die vom Emittenten zu einem vorher festgelegten zukünftigen Zeitpunkt ausgeübt wird.
- Zwangsweise rückkaufbare Aktien können die Klassifizierung der Schulden- und Eigenkapitalbilanz eines Unternehmens beeinflussen.
- Anleger betrachten diese Aktien aufgrund ihrer Laufzeit- und Rückzahlungsmerkmale oft als Schulden.
- Die Rücknahmebedingungen dieser Aktien können variieren, was ihre Bewertung und Risikobewertung beeinflusst.
Was sind zwangsweise rückkaufbare Aktien im Finanzwesen?
Zwangsweise rückkaufbare Aktien sind Eigenkapitalpapiere, die ein Unternehmen zu einem festgelegten Datum oder nach einem bestimmten Ereignis von den Aktionären zurückkaufen muss. Im Gegensatz zu regulären Aktien müssen sie gemäß den bei ihrer Ausgabe festgelegten Bedingungen zurückgekauft werden. Sowohl Anleger als auch das Unternehmen sind betroffen, da ein klarer Zeitplan für die Rückzahlung festgelegt wird. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie zwangsweise rückkaufbare Aktien funktionieren, welche Hauptmerkmale sie haben und Beispiele für deren Verwendung durch Unternehmen.
Die Rolle zwangsweise rückkaufbarer Aktien verstehen
Ein Beispiel für eine Situation, in der ein Arbeitgeber zwangsweise rückkaufbare Aktien ausgeben würde, wäre der Fall, dass ein Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt. Der Arbeitgeber würde seine "Call"-Option auf diese Aktien ausüben und den ausscheidenden Mitarbeiter zwingen, seine Unternehmensaktien zurückzuverkaufen. Ein Arbeitgeber könnte dies tun, wenn die Aktien beschränkt und deutlich im Geld sind oder wenn es sich um ein eng gehaltenes Unternehmen mit relativ wenigen im Umlauf befindlichen Aktien handelt.
In der Vergangenheit gab es Unregelmäßigkeiten und Unklarheiten darüber, wie der Emittent von zwangsweise rückkaufbaren Aktien diese in seinen Büchern bilanzieren sollte. Dies liegt daran, dass zwangsweise rückkaufbare Aktien Merkmale sowohl von Verbindlichkeiten als auch von Eigenkapital aufweisen.
Nach den Vorschriften der Securities and Exchange Commission müssen Wertpapiere außerhalb des permanenten Eigenkapitals klassifiziert werden, wenn sie zu einem festen oder bestimmbaren Preis in der Zukunft gegen Bargeld oder andere Vermögenswerte eingelöst werden können; nach Wahl des Inhabers; oder bei Eintritt eines Ereignisses, das außerhalb der Kontrolle des Emittenten liegt.1 Statement 150 des Financial Accounting Standards Board legt fest, wann zwangsweise rückkaufbare Aktien als Verbindlichkeit in der Bilanz eines Unternehmens betrachtet werden müssen.2
Praktisches Beispiel für zwangsweise rückkaufbare Aktien
Die Firma ABC gibt rückkaufbare Aktien aus, die nach drei Jahren zu einer Liquidationspräferenz von 40 $ zwangsweise zurückgekauft werden müssen. Das bedeutet, dass das Unternehmen die Option hat, die Aktien nach einer festgelegten Frist von drei Jahren zum Preis von 40 $ zurückzukaufen. Wenn das Unternehmen die Aktien an einen Mitarbeiter oder an Investoren ausgegeben hat, werden diese gezwungen, die Aktien zu dem angegebenen Preis an das Unternehmen zurückzuverkaufen (unabhängig von der Bewertung auf den privaten oder öffentlichen Märkten), wenn ABC seine Call-Option ausübt.
Financial Accounting Standards Board. "Topic: Classification and Measurement of Redeemable Securities," Page 1.
Financial Accounting Standards Board. "Topic: Classification and Measurement of Redeemable Securities," Page 1.
Financial Accounting Standards Board. "Summary of Statement No. 150."
Financial Accounting Standards Board. "Summary of Statement No. 150."
Aktienhandel
Aktienhandelsstrategie und -bildung