Zyklische_Industrie
Zyklische Branchen verstehen: Definition, Merkmale und Praxisbeispiele
Was ist eine zyklische Branche?
Eine zyklische Branche reagiert sehr empfindlich auf Konjunkturschwankungen. Unternehmen in diesen Branchen wachsen oft und stellen mehr Mitarbeiter ein, wenn die Wirtschaft gut läuft, und können bei wirtschaftlichen Abschwüngen verlangsamen und Mitarbeiter entlassen. Dies unterscheidet sich von nichtzyklischen Branchen, die unabhängig von der Wirtschaftslage relativ stabil bleiben. Zu den zyklischen Branchen gehören Fluggesellschaften, Automobilhersteller und andere Konsumgüterunternehmen, die die Menschen bei guter Konjunktur vermehrt kaufen.
Wichtige Erkenntnisse
- Zyklische Branchen reagieren empfindlich auf den Konjunkturzyklus, mit höheren Umsätzen während des Wirtschaftswachstums und niedrigeren Umsätzen während Abschwüngen.
- Unternehmen in zyklischen Branchen passen sich der Volatilität an, indem sie in Abschwungphasen Personal abbauen und in Aufschwungphasen expandieren.
- Der Konjunkturzyklus besteht aus vier Phasen: Expansion, Spitze, Kontraktion und Talsohle, die das verfügbare Einkommen und die Ausgabegewohnheiten beeinflussen.
- Beispiele für zyklische Branchen sind solche, die langlebige Güter produzieren, sowie diskretionäre Konsumsektoren, die empfindlich auf Veränderungen der Konsumausgaben reagieren.
- Antizyklische Branchen wie Versorger und Gesundheitswesen sind weniger von wirtschaftlichen Abschwüngen betroffen und weisen eine stabile Nachfrage auf.
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Wie zyklische Branchen auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren
Zyklische Branchen werden von Konjunkturzyklen beeinflusst, sodass Verbraucher während Abschwüngen priorisieren und nicht wesentliche Kosten kürzen. Daher sind Branchen, die sich auf nicht wesentliche Produkte konzentrieren, am stärksten von Umsatzverlusten bedroht, wenn eine wirtschaftliche Kontraktion einsetzt. Im Gegensatz dazu überstehen Versorgungsunternehmen wirtschaftliche Abschwünge besser, weil die Menschen weiterhin ihre Stromrechnungen bezahlen müssen.
Die Phasen des Konjunkturzyklus navigieren
Der Konjunkturzyklus besteht aus vier getrennten Phasen. Während der Expansionsphase wächst die Produktivität, die Arbeitslosigkeit sinkt und die Aktienmärkte steigen tendenziell. Mehr Beschäftigung und wachsende Investitionen geben den Menschen mehr verfügbares Einkommen, und sie geben freizügiger aus. Auf die Expansionsphase folgt der Höhepunkt. An diesem Punkt hat die Wirtschaft das Ende der Expansion erreicht und beginnt anschließend ihre Kontraktionsphase.
Das verfügbare Einkommen sinkt während Kontraktionen aufgrund höherer Arbeitslosigkeit und geringerer Produktivität. Rezessionen treten während Kontraktionsphasen auf, aber nicht alle Kontraktionen führen zu Rezessionen. In den Vereinigten Staaten stellen zwei aufeinanderfolgende vierteljährliche Rückgänge des Bruttoinlandsprodukts (BIP) das häufigste Kriterium für eine wirtschaftliche Rezession dar. Die Talsohle ist die letzte Phase des Konjunkturzyklus. In dieser Phase erreicht die Wirtschaft ihren Tiefpunkt, bevor sie den Zyklus von neuem beginnt und eine weitere Kontraktionsphase einleitet.
Wichtig
Die Zyklizität einer Branche kann anhand ihrer Korrelation mit einem breiten Marktindex gemessen werden. Eine starke Korrelation bedeutet, dass eine Branche stark zyklisch ist; eine schwache oder negative Korrelation ist ein Zeichen dafür, dass sie antizyklisch ist.
Identifizierung wichtiger zyklischer Branchen und ihrer Auswirkungen
Branchen, die an der Produktion langlebiger Güter beteiligt sind, wie Rohstoffe und schwere Maschinen, sind tendenziell zyklisch. Auch diskretionäre Konsumgüter, ein Sektor, der sich auf Produkte und Dienstleistungen konzentriert, die die Menschen mit verfügbarem Einkommen kaufen, reagieren sehr empfindlich auf den Konjunkturzyklus, da diskretionäre Ausgaben in schwierigen Zeiten leichter aus dem Budget eines Verbrauchers gestrichen werden können als wesentliche Kosten.
Zum Beispiel ist die Luftfahrtindustrie eine ziemlich zyklische Branche. In guten wirtschaftlichen Zeiten haben die Menschen mehr verfügbares Einkommen, sodass sie eher bereit sind, Urlaub zu machen und Flugreisen zu nutzen. Umgekehrt sind die Menschen in schlechten wirtschaftlichen Zeiten viel vorsichtiger mit ihren Ausgaben. Infolgedessen neigen sie dazu, finanziell konservativere Urlaube in der Nähe ihres Wohnorts zu machen (wenn sie überhaupt verreisen) und teure Flugreisen zu vermeiden.
Was ist eine antizyklische Branche?
Antizyklische Branchen sind solche, die weniger empfindlich auf Veränderungen im weiteren wirtschaftlichen Umfeld reagieren. Diese Unternehmen können sich während eines Abschwungs besser entwickeln als andere Unternehmen, oder sie können sogar einen Gewinnanstieg verzeichnen. Versorger, Gesundheitsunternehmen und Basiskonsumgüter gelten als antizyklisch, da Verbraucher ihren Konsum in schwierigen Zeiten nicht reduzieren.1
Was sind zyklische Aktien?
Zyklische Aktien sind Aktien, die stark mit den Schwankungen der gesamten Wirtschaft korrelieren. Diese Aktien steigen in Zeiten des Wohlstands und fallen in Rezessionen. Automobile, Neubau und diskretionäre Güter sind typische Beispiele für zyklische Branchen.
Was macht ein Unternehmen zyklisch?
Zyklische Unternehmen befinden sich tendenziell in Branchen, die sehr empfindlich auf Zinsschwankungen oder Veränderungen der diskretionären Konsumausgaben reagieren. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit oder der Zinssätze kann in diesen Branchen zu einer Liquiditätskrise führen, da die reduzierten Ausgaben es ihnen erschweren, ihre Gewinnmargen aufrechtzuerhalten.