Öffentlich
Verständnis öffentlicher Märkte: Definition, Funktion und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Öffentliche Vermögenswerte sind für jedermann in der Allgemeinheit zugänglich, in der Regel über eine Börse oder einen außerbörslichen Markt.
- Öffentliche Unternehmen müssen strenge Berichts- und Regulierungsstandards einhalten, um Anleger zu schützen.
- Unternehmen gehen durch einen Börsengang an die Börse, um mehr Kapital zu erhalten und die Liquidität zu erhöhen.
- Börsennotierte Unternehmen unterscheiden sich von öffentlichen oder staatlichen Unternehmen, die von staatlichen Stellen besessen und verwaltet werden.
- Die Marktüberwachung und Transparenz nehmen zu, sobald ein Unternehmen an die Börse geht.
- Öffentlich bezieht sich auf alles, was von jeder Person oder Gruppe in der Allgemeinheit genutzt werden kann. Im Zusammenhang mit Investitionen und Finanzen wird der Begriff am häufigsten verwendet, um Wertpapiere zu beschreiben, die an einer Börse oder einem außerbörslichen Markt verfügbar sind, sowie die Bevölkerung, die diese Wertpapiere handelt.
- Börsen sind der primäre Weg, über den Anleger in börsennotierte Unternehmen investieren können, im Gegensatz zu Anteilen an privaten Unternehmen, die oft nur institutionellen oder akkreditierten Anlegern zur Verfügung stehen.
Wie öffentliche Märkte funktionieren
Jede Wertpapiere auf einem öffentlichen Markt können von jedermann in der Allgemeinheit gekauft und verkauft werden. Im 17. Jahrhundert wurde die Niederländische Ostindien-Kompanie das erste Unternehmen, das an einer globalen Börse notiert wurde, und legte damit den Grundstein für den internationalen Handel in den folgenden Jahrhunderten.
Heute bieten Tausende von Unternehmen Aktien und Finanzprodukte zum Kauf oder Verkauf durch die Öffentlichkeit an und müssen die Berichtspflichten der Börsenaufsichtsbehörde (Securities And Exchange Commission), ihrer Aktionäre, der Presse und anderer interessierter öffentlicher Stellen einhalten. Infolgedessen sind öffentliche Unternehmen tendenziell transparenter und unterliegen einer viel stärkeren öffentlichen Kontrolle als private Unternehmen.
Vergleich von öffentlichen und privaten Unternehmen
Unternehmen können Aktien an der Börse handeln und durch einen Börsengang (Initial Public Offering, IPO) an die Börse gehen. Dieser Prozess, manchmal auch als "Going Public" bezeichnet, ermöglicht es dem Markt, den Wert eines Unternehmens zu bestimmen, während die Öffentlichkeit Aktien dieses Unternehmens handelt.
Ein Unternehmen, das noch nicht an die Börse gegangen ist und sich noch im Besitz seiner Gründer, Mitarbeiter oder anderer privater Einrichtungen befindet, wird als privates Unternehmen bezeichnet. In der Regel beginnen Unternehmen als private Unternehmen und werden börsennotiert, wenn sie wachsen und die regulatorischen Anforderungen erfüllen, die für die Börsennotierung erforderlich sind.
Die regulatorische Kontrolle nimmt für börsennotierte Unternehmen erheblich zu, die sowohl gegenüber staatlichen Stellen als auch gegenüber Aktionären regelmäßig Bericht erstatten müssen. Dennoch bietet der öffentliche Handel Unternehmen viele wirtschaftliche Vorteile, darunter zusätzliche Einnahmen, die durch die an der Börse gehandelten Aktien erzielt werden.
Wenn ein Unternehmen zum ersten Mal an die Börse geht, ist der Börsengang in der Regel eine Gelegenheit für das Unternehmen, auf größere Kapitalmengen zuzugreifen, die über die Gewinne hinausgehen, die das Unternehmen erzielt. Ein börsennotiertes Unternehmen erhöht auch die Liquidität für ein Unternehmen. Darüber hinaus kann ein Unternehmen bei einem Börsengang sein Risiko verteilen, da die Aktionäre auch gezwungen sind, Verantwortung für potenzielle Schulden und Verluste zu übernehmen.
Börsennotiert vs. staatlich
Börsennotierte Unternehmen unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt von öffentlichen Unternehmen: Öffentliche Unternehmen sind im Besitz des Staates oder des Volkes einer Nation oder eines Bundeslandes und werden manchmal auch als staatseigene Unternehmen bezeichnet. Solche Unternehmen werden naturgemäß in der Regel nicht an Börsen gehandelt. Regierungen können jedoch ihre Beteiligung an einem öffentlichen Unternehmen veräußern, indem sie es an der Börse notieren. Beispielsweise hat die indische Regierung ihre Beteiligung an mehreren öffentlichen Unternehmen veräußert, indem sie sie an der indischen Börse handelbar machte. Ein Beispiel ist Coal India Limited, ein Unternehmen, das sich teilweise immer noch im Besitz der indischen Regierung befindet, aber auch das größte Eigenkapital nach Marktkapitalisierung an der Bombay Stock Exchange (BSE) ist.
Fallstudie: Börsengang großer Technologieunternehmen
Technologiegiganten wie Meta (ehemals Facebook) und Google begannen als private Unternehmen. Als private Unternehmen waren sie nur gegenüber ihren Investoren rechenschaftspflichtig, die hauptsächlich aus Risikokapitalfonds bestanden. Ihre Finanzen und Geschäftstätigkeiten unterlagen keiner regulatorischen und öffentlichen Rechnungslegungspflicht, und ihre Bewertungen basierten auf privaten Einschätzungen ihres Potenzials.
Heute, als börsennotierte Unternehmen, unterliegen Kursschwankungen ihrer Aktien vierteljährlichen Gewinnberichten, technischen Analysen und Nachrichtenentwicklungen. Da ihre Geschäftstätigkeiten transparenter geworden sind, wurden beide Unternehmen auch von Regulierungsbehörden und Experten umfassend kritisiert, insbesondere wegen ihrer laxen Praktiken beim Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer.