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überbewertet

Überbewertete Aktien erklärt: Definitionen, Beispiele & Anlagestrategien



Was bedeutet „überbewertet"?


Eine überbewertete Aktie ist eine, deren aktueller Marktpreis über dem liegt, was ihre Gewinnaussichten oder Fundamentaldaten – häufig bewertet mit Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) – rechtfertigen können. Eine Überbewertung kann durch Faktoren wie Anlegerenthusiasmus, Marktspekulation oder vorübergehende Veränderungen in der Unternehmensleistung entstehen.

Während Analysten generell erwarten, dass sich solche Kurse im Laufe der Zeit korrigieren, können überbewertete Aktien für bestimmte Strategien wie Leerverkäufe Chancen bieten. Die Ansichten darüber, ob Märkte Aktien effizient bewerten, gehen auseinander, was Überbewertung zu einem umstrittenen, aber entscheidenden Konzept macht, das Anleger verstehen sollten.



Wichtige Erkenntnisse:


  • Der Kurs einer überbewerteten Aktie wird durch ihre Gewinnaussichten oder das KGV nicht gerechtfertigt.
  • Überbewertete Aktien ziehen oft Anleger an, die Leerverkäufe tätigen und von Kursrückgängen profitieren möchten.
  • Marktineffizienz ermöglicht es Analysten, unterbewertete und überbewertete Aktien für Anlagemöglichkeiten zu identifizieren.
  • Die relative Gewinnanalyse, insbesondere hohe KGV-Werte, hilft bei der Identifizierung überbewerteter Aktien.
  • Reale Meinungen, wie die von The Motley Fool, heben häufig überbewertete Aktien auf der Grundlage von Branchenvergleichen hervor.
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Kurzer Fakt


Die beliebteste Bewertungskennzahl für börsennotierte Unternehmen ist das KGV, das den Aktienkurs eines Unternehmens im Verhältnis zu seinen Gewinnen analysiert. Ein überbewertetes Unternehmen wird im Vergleich zu seinen Mitbewerbern auf einem ungerechtfertigt hohen Niveau gehandelt.



Analyse der Fundamentaldaten überbewerteter Aktien


Einige Markttheoretiker glauben, dass der Markt von Natur aus perfekt effizient ist. Sie argumentieren, dass die Fundamentalanalyse sinnlos sei, da der Aktienmarkt bereits alles wisse. Daher könnten Aktien weder wirklich unter- noch überbewertet sein. Im Gegensatz dazu sind Fundamentalanalysten fest davon überzeugt, dass es immer Möglichkeiten gibt, unterbewertete und überbewertete Aktien aufzuspüren, da der Markt genauso irrational ist wie seine Teilnehmer.

Überbewertete Aktien sind ideal für Anleger, die eine Short-Position eingehen möchten. Dabei werden Aktien verkauft, um von erwarteten Kursrückgängen zu profitieren. Anleger könnten überbewertete Aktien zu einem Aufschlag handeln, wenn die Marke oder das Management ihren Wert steigert.



Identifizierung überbewerteter Aktien: Wichtige Kennzahlen und Strategien


Die relative Gewinnanalyse ist die gängigste Methode zur Identifizierung einer überbewerteten Aktie. Diese Kennzahl vergleicht die Gewinne mit einem vergleichbaren Marktwert, wie z. B. dem Kurs. Der beliebteste Vergleich ist das KGV, das den Aktienkurs eines Unternehmens im Verhältnis zu seinen Gewinnen analysiert.

Analysten, die nach Aktien für Leerverkäufe suchen, könnten überbewertete Unternehmen mit hohen KGV-Werten ins Auge fassen, insbesondere im Vergleich zu anderen Unternehmen derselben Branche oder Vergleichsgruppe. Angenommen, ein Unternehmen hat einen Aktienkurs von 100 $ und einen Gewinn pro Aktie von 2 $. Sein KGV wird berechnet, indem der Kurs durch den Gewinn geteilt wird (100 $/2 $ = 50). In diesem Beispiel wird das Wertpapier also mit dem 50-fachen des Gewinns gehandelt.

Wenn der Gewinn pro Aktie des Unternehmens auf 10 $ steigt, würde das neue KGV 100 $ geteilt durch 10 $ betragen, was 10 ergibt. Die meisten Menschen würden das Unternehmen bei einem KGV von 50 als überbewertet betrachten, bei einem KGV von 10 jedoch möglicherweise als unterbewertet.



Praxisbeispiel: Analyse der Überbewertung


Obwohl eine Aktie per Definition nur nach Meinung eines Analysten überbewertet ist, scheut sich die Website The Motley Fool nie, dazu Stellung zu nehmen. Beispielsweise stuften sie den Pharmariesen Ely Lilly als überbewertet ein, da die Bewertung des Unternehmens „nach dem kometenhaften Aufstieg des Unternehmens Ende 2019 und Anfang 2020 untragbare Niveaus erreicht hatte".

Laut The Motley Fool war die Aktie des Unternehmens im Januar 2020 die zweitteuerste unter ihren Branchenkollegen, und Eli Lilly könnte Schwierigkeiten haben, ein beständiges erwartetes Wachstum zu liefern.

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